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Kino: Synthie-Pop über alles

«Sing Street» ist eine Liebeserklärung an die Popmusik der 80er-Jahre. Ihr gefällt die Romantik, er empfiehlt den Film sogar den Fans von Justin Bieber.

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Lukas Rüttimann sagt:

Es liegt in der Natur der Sache, dass jeder die Popmusik, mit der er a­ufgewachsen ist, für das Nonplusultra hält. Ich würde für Duran Duran, Depeche Mode, Tears for Fears oder Men Without Hats durchs Feuer gehen. Und ich bin nicht der Einzige, auch John Carney, kurzzeitig Bassist bei den Frames, liebt 80er-Pop mehr als alles andere. Sein Film «Sing Street» ist eine Liebeserklärung – an die Musik per se, vor allem aber an alle Formen von (Synthie-)Pop. Wunderbar, wie Protagonist Conor von Simon LeBon über Robert Smith bis hin zu Darryl Hall ­diverse Popstar-Metamorphosen durchläuft. Toll, wie Carney Naivität und Energie dieser Ära eingefangen hat. Die Frage ist aber, ob der Film auch für «Beliebers» oder Fans von David Guetta funktioniert. Ich würde sagen: ja. Denn «Sing Street» ist eine Art Märchen. Conors Verwandlung vom Anti-­Talent zum Bona-Fide-Popstar, seine Liebe zu Raphina und die Karriere seiner Band – alles wird stark romantisiert erzählt. Für Bodenhaftung sorgen bloss der irische Alltag zu Thatcher-Zeiten und Conors Stoner-Bruder, der seine eigenen Träume längst begraben hat. Am Ende bleibt ein Film, der einem den Glauben an die Popmusik zurückbringen kann. Jenen Glauben, der einem beim einen oder anderen Titel der aktuellen Top Ten durchaus abhandenkommen muss.

Bewertung: 1 von 4 Sternen

Tanya König sagt:

Die Geschichte einer jungen Liebe, das ist «Sing Street». Eine Coming-of-Age-Story, angesiedelt im Irland der 80er: Der Teenager Conor (Ferdia Walsh-Peelo) erlebt die Folgen der Rezession, doch was ihn stärker einnimmt, ist die Liebe zu Raphina (Lucy Boynton). Um sie zu erobern, gründet er eine Band bestehend aus lauter liebenswürdigen Schräglingen. Walsh-Peelo gibt hier ein ­erstaunliches Debüt als Schauspieler ab. Mit stiller Melancholie legt sein Charakter eine Leichtigkeit an den Tag, sodass der Film weder schwer noch oberflächlich wirkt. Die stimmungsvollen Aufnahmen ersetzen jeglichen Text. Wir sehen, wie Bilder mehr als tausend Worte sagen. Wenn Conor und Raphina verliebte Blicke austauschen, dann fiebern wir mit der ersten Liebe mit. Es ist aber nicht nur die Romantik, sondern auch der irische Humor, der packt. Die Band durchlebt einen stetigen Wandel, trägt einmal Schulterpolster und Make-up, dann wiederum ­Admiralshut oder Krawatten. Immer wieder nehmen sie sich andere Vorbilder der Popkultur: The Cure, The Clash oder Duran Duran. Die stete Kostümparty spiegelt die Identitätssuche. Die Musik ist dein besonderer Freund, sangen The Doors schon 1967. Und auch in «Sing Street» finden die Protagonisten Hoffnung, Flucht und Trost in der Musik.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Abstract: Dublin, 1985. Conor gilt als Aussenseiter, und deshalb flüchtet er sich in die Welt der Popmusik. Nebenbei träumt der 15-Jährige von der schönen Raphina, die für ihn aber unerreichbar erscheint. Um ihr Herz zu erobern, schmiedet er einen Plan, der alles ändern soll: Er will seiner Angebeteten einen Auftritt im Musikvideo seiner Band verschaffen, und sie damit beeindrucken. Dumm nur, dass er weder eine Band hat noch ein Instrument beherrscht. Er und ein paar Jungs gründen deshalb eine eigene Gruppe. Ob Conor Raphina so für sich gewinnen kann?

Länge: 120 Min.

Land: Grossbritannien/USA

Besetzung: Ferdia Walsh-Peelo, Lucy Boynton, Aidan Gillen, Jack Reynor

Regie: John Carney

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