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Konflikt eskaliert: Saudi-Hinrichtungen waren «gerecht»

Der Iran tobt nach der Hinrichtung von 47 Menschen in Saudi-Arabien. Die Saudis verteidigen jetzt ihren Entscheid.

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Proteste: Irakische Schiiten demonstrieren in Bagdad. play
Proteste: Irakische Schiiten demonstrieren in Bagdad. AFP

Am Anfang des derzeit eskalierenden Konflikts zwischen Saudi-Arabien und dem Iran stehen 47 Menschen. Sie alle wurden am zweiten Tag des Jahres wegen Terrorismus-Vorwürfen hingerichtet. Insbesondere der Tod des bekannten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker al-Nimr († 56) hat im Iran, der sich als Schutzmacht der schiitischen Moslems sieht, heftigste Reaktionen ausgelöst.

Die Saudis hingegen verteidigen diese Hinrichtung – und auch den Rest der Massen-Exekution. Das Königreich bedaure, dass sich Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon «tief bestürzt» über die Hinrichtungen zeigte. Die Verfahren seien gerecht gewesen – die religiöse Zugehörigkeit habe dabei keine Rolle gespielt. «Alle verurteilten Personen hatten einen fairen Prozess», erklärte die saudi-arabische Uno-Vertretung gestern in New York. Die gefällten Urteile gründeten sich allein auf die Gesetze und «das kriminelle und illegale Handeln» der Betroffenen.

Aus Protest gegen al-Nimrs Tötung stürmten aufgebrachte Demonstranten am Wochenende die saudi-arabische Botschaft in Teheran, randalierten und setzten das Gebäude in Brand. Riad brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen zu Teheran ab. Auch die Verbündeten Bahrain, Sudan und Kuwait zogen nach. Der Uno-Sicherheitsrat hat den Angriff auf die Saudi-Botschaft verurteilt.

Der iranische Präsident Hassan Rohani kritisiert derweil die Saudis: «Die eigenartige saudische Entscheidung, die Beziehungen abzubrechen, kann nicht die Enthauptung eines geistlichen Kritikers vertuschen», sagte er heute.  Gleichzeitig signalisierte er Bereitschaft zu Gesprächen mit Riad. Dennoch glaube der Iran, dass diplomatische Verhandlungen die beste Option seien, Differenzen auszuräumen.

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