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Live-Ticker zum Zug-Drama in Tiefencastel: Fünf der Opfer sind schwer verletzt

TIEFENCASTEL - GR - Bei Tiefencastel hat sich ein schweres Zugunglück ereignet. Ein Waggon der RhB rutschte in die Tiefe, ein weiterer hing über dem Abhang. Fünf Menschen haben sich schwer verletzt. 140 Passagiere mussten evakuiert werden.

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RhB-Drama: Das sagt der Polizeisprecher

Die Bündner Kantonspolizei löste heute Nachmittag Grossalarm aus. Anrufer meldeten, dass es zwischen Tiefencastel und Solis gegen 12.45 Uhr zum Unfall kam. Ein Zug der Rhätischen Bahn, unterwegs von St. Moritz Richtung Chur, ist entgleist.

Die Komposition war auf einen Erdrutsch aufgefahren, der die Schienen auf einer Länge von gut 15 Metern verschüttet hatte. Drei Wagen sprangen aus den Schienen, einer rutschte rund zehn Meter ins Tobel und blieb in den Bäumen hängen. Ein zweiter hing über dem Abgrund.

«Das Gleis ist gleich hinter der Lok einfach weggerutscht», erzählt ein Augenzeuge. Mit Helikoptern der Rega wurden die Passagiere, die sich im weggerutschten Waggon befanden, gerettet.

Von den 140 Passagieren an Bord wurden fünf schwer und sechs leicht verletzt. Es handelt sich bei ihnen um acht Schweizer, zwei Japaner und einen Australier. Sie alle wurden in nahegelegenen Spitäler gebracht.

Es sei «grosses Glück» gewesen

Der Bündner Ständerat und RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler, der an den Unglücksort reiste, spricht von «grossem Glück», dass der Unfall trotz allem so glimplich verlaufen ist. Es sei wohl ein Schutzengel mitgefahren, meinte er.

Der Unglücksort war nur schwer erreichbar. Der Zug entgleiste zwischen zwei Tunnels oberhalb eines Stausees. Insgesamt 180 Rettungskräfte von Feuerwehr, Kantonspolizei, Sanität, der Rega, der Alpinen Rettung, des Care Teams Grischun standen im Einsatz. Ausserdem waren Mitarbeiter der RhB vor Ort.

Sie konnten den abgestürzten Wagen im Verlaufe des Nachmittags sichern, nachdem die unverletzten Passagiere zu Fuss über das Trassee nach Tiefencastel geführt worden waren. Von dort brachten sie, nach medizinischem Check, Extrabusse nach Chur.

50 bis 60 Liter Regen gemessen

Heftige Regengüsse am heutigen Morgen hatten den Erdrutsch ausgelöst. 50 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter wurden in der Region gemessen, laut MeteoSchweiz «ausserordentlich viel». Da die Böden bereits gesättigt waren, kam der Steilhang ins Rutschen.

Mittlerweile ist der Regen versiegt. Die Lage habe sich deshalb etwas entspannt, teilte die Kantonspolizei am Abend mit. Dennoch sei eine Gefahr nach wie vor «latent vorhanden», weshalb das Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden die Lage weiterhin beobachtet. (lha/bih/sas)

Liveticker
Aktualisiert:  Uhr
19:05

Weil es mittlerweile aufgehört hat zu regnen, habe sich die Lage etwas entspannt, schreibt die Kantonspolizei. Die Gefahr sei aber «nach wie vor latent vorhanden». Das Amt für Wald und Naturgefahren des Kantons beobachtet die Situation.

 

18:59

Bei den Verletzten handelt es sich um acht Schweizer, zwei Japaner und einen Australier, teilt die Polizei in einer abschliessenden Medienmitteilung mit.

Die Zahl der Zugpassagiere wurde derweil runterkorrigiert: Es befanden sich statt der anfänglich genannten 200 nur 140 Passagiere im Zug.

180 Rettungskräften der Feuerwehr, der Rega, der Kantonspolizei, der Sanität, der Alpinen Rettung, des Care Teams Grischun standen im Einsatz, ebenso mehrere Mitarbeiter der RhB.

18:01

Die RhB-Strecke bei Tiefencastel bleibt mindestens für die nächsten zwei Tage gesperrt, heisst es.

17:33

Laut einem Sprecher der Bündner Kantonspolizei befindet sich keiner der schwerverletzten Passagiere in Lebensgefahr.

Nun werden die Gepäckstücke nach Tiefencastel transportiert.

17:19

Auf die Frage, ob er Zug bei diesen schlechten Wetterverhältnissen auf dieser Strecke nicht vorsichtshalber hätte langsamer fahren müssen, will Stefan Engler, CVP-Ständerat und Verwaltungsrat der Rhätischen Bahn, gegenüber Radio Rumantsch nicht direkt Stellung nehmen. Es sei jetzt nicht der Moment zu spekulieren. Die RhB beobachte die Situation aber während den Regenfällen im ganzen Kanton ganz genau.

16:49

Der Bündner Ständerat und RhB-Verwaltungsratspräsident Stefan Engler, der in der Nähe von Tiefencastel wohnt, war sofort an den Unfallort gereist. Engler sagte zur Nachrichtenagentur sda, beim Unfall sei grossen Glück im Spiel gewesen. Und trotz allem sei ein «Schutzengel» im Zug mitgefahren. (SDA)

16:40

Die Kantonspolizei hat in einer Medienmitteilung die Angaben zur Anzahl der Leichtverletzten korrigiert: Beim Unglück vor Tiefencastel haben sich fünf Personen schwer und sechs leicht verletzt. Die Passagiere würden zum Bahnhof Tiefencastel gebracht, wo sie betreut und verpflegt wurden, schreibt die Polizei. Mit Bussen werden sie weitertransportiert.

 

16:20

Laut einer Sprecherin der Kantonspolizei Graubünden mussten die unverletzten Passagiere die Strecke zwischen dem Unfallort und Tiefencastel zu Fuss bewältigen. Dort werden sie jetzt vom Care-Team Graubünden betreut. Offenbar sollen sie später im Bus an den Bahnhof Chur gebracht werden, wo sie ihre Reise fortsetzen können.

16:05

 

16:01

Laut Polizeisprecher Daniel Zinsli waren am Unglücksort 60 Feuerwehrleute, 8 Ambulanzwagen, 4 Helis und 4 Notärzte im Einsatz. Dazu kommen noch die Rettungskräfte der Kantonspolizei, wie er gegenüber Radio Grischa sagte.

15:50

 

15:45

Laut einer Meldung von SRF News hat das Unglück fünf Schwerverletzte und zwei Leichtverletzte gefordert. Das hat die Polizei gegenüber der Online-Redaktion bestätigt.

15:32
play

Laut Meteonews gab es in Andeer heute 40 bis 50 Millimeter Regen pro Quadratmeter.

 

 

15:26
Unwegsames Unglücksgebiet: Die Rega rettet Verletzte aus dem Zug. Es gab keine Tote, aber fünf Schwerverletzte und zwei Leichtverletzte. play
Unwegsames Unglücksgebiet: Die Rega rettet Verletzte aus dem Zug. Es gab keine Tote, aber fünf Schwerverletzte und zwei Leichtverletzte. Keystone

 

15:16

«Fünf bis zehn Personen waren im Waggon», sagt Richard Peter (76). Er sass mit seiner Frau und seiner Enkelin im Unglücks-Zug, gleich hinter dem Waggon, der über dem Abgrund hängt. Seinen Augenzeugenbericht lesen Sie hier.

 

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