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Mit Bier abgefüllt - in Ketten gelegt: Albanische Bären leiden, um Touristen zu unterhalten

Sie sind unterernährt, verwahrlost und sollen Kunden anlocken. Rund 50 Braunbären werden aktuell in Albanien unter schlimmsten Bedingungen gehalten um Touristen zu belustigen.

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Bären, die Bier trinken oder für Selfies mit Touristen hinhalten müssen, sind in Albanien längst keine Seltenheit mehr. Etwa 50 von ihnen leben neben Restaurants, Hotels oder am Strand und sollen Touristen und somit Kunden anlocken. Fast alle diese Bären wurden in der Wildnis geboren, dann illegal eingefangen und in Ketten gelegt.

Bier-Bär Tomi

Ein trauriges Beispiel ist der Bier-Bär Tomi. Er lebt in einem winzigen Käfig neben der Toilette eines Restaurants. Ihm wird statt Wasser oftmals Bier zu trinken gegeben. Er zeigt bereits starke Verhaltensstörungen - so läuft er beispielsweise ununterbrochen im Käfig auf und ab und verletzt sich selbst. Es ist unmöglich, in einem so kleinen Käfig natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Er kann sich weder richtig bewegen, noch nach Futter suchen, graben oder baden.

Selfie-Bärin Jeta

 

An einer Kette, die an Jetas Nase befestigt ist, wird die Bärin von ihrem Besitzter an Strände, Städte und touristische Hotspots Albaniens geführt. Auch in der brütenden Hitze. Für kleine Geldbeträge können Touristen ein Selfie mit der armen Bärin machen.

Die Bären führen in ihren kleinen Käfigen ein äusserst trauriges Leben. Viele von ihnen haben offene Wunden, zeigen massive Verhaltensstörungen oder sterben gar den Hungertod. Sie leiden unter extrem schlechten Haltungsbedingungen und viele von ihnen leben elend und vernachlässigt auf blossem Betonboden, berichtet die Tierschutzorganisation Vier Pfoten, die die rücksichtslose Bären-Haltung auf ihrer Webseite dokumentiert.

Umgang schadet dem Ruf Albaniens als Touristendestination

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Vier Pfoten

Vor allem der Tourismussektor ist einer der wichtigsten für die wirtschaftliche Entwicklung Albaniens. Schockierte Rückmeldungen von Touristen über die grausame Bärenhaltung schaden dem Image Albaniens extrem. Obwohl Braunbären in freier Wildbahn nach albanischem Gesetz und aufgrund internationaler Vereinbarungen geschützt sind, floriert der illegale Handel mit Bären in Albanien seit Jahren.

Vier Pfoten und das albanische Umweltministerium haben im letzten Frühjahr eine Vereinbarung unterschrieben, gemeinsam an einer nachhaltigen und tierschutzgerechten Lösung für diese Braunbären zu arbeiten. Sie setzen sich nun dafür ein, die geltenden Rechtsvorschriften strenger durchzusetzen und die grausame Bärenhaltung zu beenden. Dafür hat die Organisation eine Petition lanciert.

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