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Neue Studie erklärt das Phänomen: Das macht einen Song zum Ohrwurm

Ein Team von Wissenschaftlern will herausgefunden haben, wie der nervige Wurm ins Ohr kommt.

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Beinahe jedem «lief schon mal ein Lied nach». play
Beinahe jedem «lief schon mal ein Lied nach». Getty Images

«Rah rah ah-ah-ah! Ro mah ro-mah-mah! Gaga ooh-la-la!» Voilà, hier ist er, dein Ohrwurm von Lady Gaga für die nächsten Stunden. Sie kommen aus dem Nichts, krallen sich in unseren Köpfen fest und treiben uns fast in den Wahnsinn. Laut dem Forscher James Kellaris erleben 98 Prozent der Menschen das Phänomen mindestens einmal in ihrem Leben. Warum einige Songs hängen bleiben und andere nicht, beschäftigt die Wissenschaft schon seit Jahren.

Forscher der Durham University, der Goldsmith University of London sowie der Universität Tübigen haben nun eine neue Studie veröffentlicht, die einen Durchbruch in der Ohrwurm-Forschung verspricht. Sie fragten 3'000 Personen nach ihrem jüngsten Ohrwurm, suchten in den Melodien nach Strukturmustern, verglichen sie mit anderen populären Liedern von ähnlichen Interpreten und schlussendlich mit Songs, die nicht als Ohrwürmer genannt wurden, aber kommerziell ähnlich erfolgreich waren.

Schnelles Tempo und ungewöhnliche Intervalle als Auslöser

«Lieder, die in den Köpfen der Leute hängen bleiben, haben ein schnelles Tempo, eine gängige Melodie und ungewöhnliche Intervalle oder Wiederholungen – so wie wir sie im Song ‹Smoke on the Water› oder im Refrain von ‹Bad Romance› hören können», erklärt Dr. Kelly Jakubowski. Eine einfache Melodie-Struktur, die auf und ab geht und oft wiederholt wird, wie im englischen Kinderlied «Twinkle Twinkle Little Star», prägen sich schnell in unsere Köpfe ein.

«Wir neigen zu Ohrwürmen, wenn wir mit einfachen Routine-Aufgaben beschäftigt sind: Geschirr abwaschen, eine leere Strasse entlang fahren oder staubsaugen. Dann können die Lieder freie Kapazitäten unseres Gedächtnisses besetzen», so Jakubowski. Menschen, die emotional sind, seien übrigens häufiger von Ohrwürmern betroffen als andere. Ins Ohr gelangt ein Song aus verschiedenen Gründen. Entweder, weil man ihn kurz vorher gehört oder eine Zeile aus dem Songtext gelesen hat. Aber auch Gehirnreize wie Gerüche können Erinnerungen an ein Lied wecken und einen Ohrwurm auslösen.

Und das sind die drei grössten Ohrwürmer aus der Studie von Dr. Jakubowski (durchgeführt von 2010 bis 2013)

1. «Bad Romance» von Lady Gaga

 

2. «Can't Get You Out Of My Head» von Kylie Minogue

Sogar der Songtext passt perfekt zum Thema Ohrwurm.

3. «Don't Stop Believing» von Journey

 

PS: Noch ein Fun-Fact zu Lady Gagas Refrain des Songes Bad Romance (der dir wahrscheinlich immer noch nachläuft): «Ro mah ro-mah-mah!» sind nicht etwa zufällig zusammengewürfelte Laute, sondern die Anfangsbuchstaben des Wortes «Romance». Mind = Blown.

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