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Nordkorea, die CIA und der Geheimbund «Z Society»: Blick am Abend erklärt den Fall Warmbier

Otto Warmbier (21) wollte in Nordkorea ein Schild stehlen. Jetzt wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er fühlt sich als Opfer eines Plans von US-Regierung und Kirche.

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Warmbier war ein gewöhnlicher Student. Er gehörte zu den besten sieben Prozent seines Studienganges Wirtschaft und globale Nachhaltigkeit. play
Warmbier war ein gewöhnlicher Student. Er gehörte zu den besten sieben Prozent seines Studienganges Wirtschaft und globale Nachhaltigkeit. Facebook

Wie wurde er zum gebrochenen Mann?

An der Medienkonferenz verlor Warmbier die Fassung. play
An der Medienkonferenz verlor Warmbier die Fassung. Reuters

Der 21-jährige Student Otto Warmbier wurde in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Er hat gestanden, am 1. Januar 2016 ein Schild mit einem politischen Slogan aus dem Yanggakdo-Hotel in Nordkorea gestohlen haben zu wollen. Warmbier war bis zu seiner Festnahme Student der Universität Virginia.

Warum der Diebstahl?

Gebeugt und gebrochen: Warmbier wird dem Gericht in Pjöngjang vorgeführt.   play
Gebeugt und gebrochen: Warmbier wird dem Gericht in Pjöngjang vorgeführt. AP

In einer Pressekonferenz im Februar erklärte Warmbier, dass er von der Mutter eines Freundes dazu verleitet wurde. Sie heisst Sharon Webb und ist in der Leitung der Friendship United Methodist Church in Wyoming, Ohio. Laut Warmbier wollte Webb, dass er etwas Wichtiges aus Nordkorea stehle, damit es in der Kirche als Trophäe aufgehängt werden kann. Als Belohnung versprach sie Warmbier ein Auto im Wert von 10'000 Dollar. Warmbier brauchte dringend Geld, da seine Familie in finanziellen Schwierigkeiten steckt und er für einen neuen Job ein Auto gebraucht hätte. Quasi als Versicherung sicherte ihm Webb zu, im Falle, dass er erwischt würde, Zahlungen im Wert von 200'000 Dollar an seine Familie zu machen. Aber nur, solange er die Kirche nie erwähne. Weiterhin wurde er von einer angeblich geheimen Gesellschaft, der Z Society, zum Diebstahl gedrängt.

Wer ist die Z Society?

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CC BY-SA 3.0 via Wikicommons

Bei der Z Society handelt es sich um eine Art philantropischer Geheimbund innerhalb der Universität Virginia, so das Magazin der Uni-Alumni. Sie soll besonders guten Studenten mit Führungsfähigkeit Förderprogramme anbieten. Laut Warmbier erhielten alle Mitglieder der Z Society nach ihrem Universitätsabschluss sehr lukrative Jobs in Politik, Wirtschaft oder Religion. Seine guten Noten zogen die Aufmerksamkeit eines Mitglieds auf sich. Dieses versprach ihm, wenn er eine «mutige Tag zur Förderung von Demokratie und Freiheit» verübe, ihn zum Mitglied zu machen. Ausserdem könne ihn die mächtige Gesellschaft vor den nordkoreanischen Behörden schützen. Dadurch liess sich Warmbier verleiten. Auf dem Gelände der Universität Virginia sind diverse Z-Zeichen zu sehen. Laut Warmbier gehörten der ehemalige US-Präsident Woodrow Wilson und diverse Direktoren der CIA zu den Mitgliedern. Die Z Society hat keine Webseite, aber ein Wikipedia-Artikel existiert.

Hat die Regierung die Finger im Spiel?

Warmbier fürchtet sich vor der Regierung. (Archiv) play
Warmbier fürchtet sich vor der Regierung. (Archiv) KEYSTONE/EPA ISP POOL/AUDE GUERRUCCI / POOL

Warmbier betonte während der Pressekonferenz immer wieder, dass er ein Opfer der US-Regierung sei. Dia Z Society sei sehr nahe an der CIA und die Friendship United Methodist Church habe hohe Spendengelder an die Präsidentschaftkampagne von Barack Obama bezahlt. Zudem sollen diverse Politiker regelmässig Spendengelder erhalten. Die Kirche verfolge das Ziel, in nicht-christliche Länder einzudringen und dort ihren Glauben zu verbreiten. Dadurch die nordkoreanische Regierung zu schädigen, sei auch im Willen der US-Regierung, ist sich Warmbier sicher. Er selbst sei nur eine Puppe, die von der Regierung und der Kirche benutzt wurde, um die nordkoreanische Regierung zu provozieren. Warmbier habe grosse Angst, dass die US-Regierung seiner Familie nun etwas antun wolle.

Was passiert jetzt?

Die 15 Jahre Arbeitslager, zu denen Warmbier verurteilt wurde, werden wohl nicht ganz vollzogen. Nordkorea nimmt immer wieder Ausländer fest, um sie dann für Gegenleistungen ihrer Regierung wieder freizulassen. Warmbier ist einer von insgesamt drei in Nordkorea festgehaltenen Nordamerikanern. Im Dezember war ein 60-jähriger kanadischer Priester in Nordkorea wegen Vorwürfen der Aufwiegelung zu lebenslanger Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden.

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