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«Patriotische» Bewegung in Pokémon Go: Japanische Spieler nerven sich über Cheater aus China

Mit GPS-Hacks wollen sie Japan eins auswischen.

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Seit gestern ist Pokémon Go offiziell in Japan spielbar. Das Geburtsland der Pokémon fährt schon völlig darauf ab. So sieht es momentan in Tokio aus.

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Doch es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Diverse genervte japanische Spieler beschweren sich auf Reddit über eine Gruppe chinesischer Pokémon-Trainer. Diese benutzen angeblich Programme, die das GPS austricksten und die Spielfigur so an jede beliebige Position setzen können. Durch diesen Hack haben diese chinesischen Spieler bereits extrem starke Pokémon und besetzen damit Arenen in Japan. Besonders für Aufsehen sorgte dieser Screenshot.

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Das Dragoran auf dem Bild trägt den Namen «Lang lebe China!!!!» und die Arena, die besetzt wurde, ist der japanische Yasukuni-Schrein. In diesem Shinto-Schrein in Tokio ehren die Japaner über zwei Millionen Militärangehörige, die während der Modernisierung Japans gefallen sind. Da dort auch etwa 1000 verurteilte Kriegsverbrecher aus dem Zweiten Weltkrieg eingeschreint sind, sorgen Schrein-Besuche von japanischen Politikern immer wieder für Kontroversen. China, Süd- und Nordkorea, welche erheblich unter den japanischen Streitkräften im Zweiten Weltkrieg gelitten haben, beschweren sich jeweils lautstark, wenn ein staatlicher Besuch des Schreins erfolgt.

Der Nutzer, der den Screenshot auf Reddit gepostet hat, erzählt, dass eine Gruppe Chinesen es als patriotische Bewegung sehe, japanische Arenen zu erobern. Ein anderer Nutzer bestätigt, dass Pokémon mit über 2000 WP, was sehr stark ist, viele Arenen besetzen. «Ich lebe in einer kleinen Stadt in Japan, aber wenige Stunden nach dem Release waren alle Arenen von Trainern mit Level 20 oder mehr besetzt. Das ist sehr enttäuschend», schreibt Nutzer Zaftpunk.

Der Yasukuni-Schrein in Tokio. play
Der Yasukuni-Schrein in Tokio. By David Monniaux CC-BY-SA-3.0

 

Spieler chinesischer Abstammung sind derweil enttäuscht, dass ihnen eine kleine Gruppe Hacker einen schlechten Ruf bringt: «Ich bin ein Chinese, der momentan in den USA lebt. Das gepostete Bild wurde in unseren Social-Media-Kanälen heiss diskutiert. Es macht mich traurig, dass einige Landsleute denken, das sei ein patriotischer Akt, obwohl es nur Betrug ist. Ich schrieb sogar einen Beitrag darüber, wie verbreitet der GPS-Hack in chinesischen Gruppen ist. Ich hoffe, dass die Entwickler etwas dagegen unternehmen.» Da stimmen wir zu. Es ist wichtig, in solchen Fällen klar zu unterscheiden: diese Gruppe Personen sind in erster Linie Betrüger, nicht Chinesen. Auch in der Schweiz gibt es Fälle von GPS-Hacks. Niantic, die Entwickler von Pokémon Go, gingen in ihrem letzten Spiel Ingress hart gegen Cheater vor. Wir dürfen hoffen, dass dies auch hier der Fall sein wird.

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