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Pingus, Ziegen, Elefanten: 5 Tiere, die im Militär gedient haben

Der Moment, wenn du einer Ziege salutieren musst.

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1. William Windsor I.

William Windsor bei einer Parade. play
William Windsor bei einer Parade. Southbanksteve, CC BY-SA 2.0

In der Britischen Armee diente lance corporal William Windsor I. William I., auch genannt Billy, ist ein Kaschmir-Geissbock. Er diente von 2001 bis 2009 in einem Infanterie-Bataillon und ist Teil einer königlichen Blutlinie.

2006 wurde William I. kurzzeitig degradiert. Während einer Parade in Zypern, zu Ehren des Geburtstags der Queen, war Billy ungehorsam. Er weigerte sich, in einer Linie zu marschieren und wollte einem Trommler eine Kopfnuss verpassen. Nach einer Anhörung wurde er zum Füsilier degradiert. Das bedeutete, dass andere Füsiliere nicht mehr salutieren mussten, wenn William I. vorbeilief. Nach einer Protestaktion einer kanadischen Tierrechtsorganisation wurde William I. wieder befördert.

William I. ist kein Maskottchen, sondern ein aktives Mitglied des Regiments. Ryan Arthur, der Geissen-Major des Bataillons, kümmerte sich um ihn. Inzwischen ist William I. im Ruhestand, William II. übernimmt seine Pflichten. Die Tradition, eine Geiss im Regiment zu haben, stammt aus dem Jahre 1775, als während der Amerikanischen Revolution eine wilde Geiss auf das Schlachtfeld lief. Während des Ersten Weltkrieges diente Taffy IV in diversen Schlachten. Die königliche Blutlinie, der auch William I. entsprang, geht auf ein Geschenk des persischen Schahs Mohammed Schah Qajar zurück. Er schenkte Königin Victoria 1837 eine Herde, als sie den Thron bestieg.

Das hier ist Taffy IV, der 1914 in der Ypernschlacht diente. play
Das hier ist Taffy IV, der 1914 in der Ypernschlacht diente.

 

2. Sir Nils Olav II.

Ritter Nils Olav inspiziert die königliche Garde. play
Ritter Nils Olav inspiziert die königliche Garde. Mark Owens OGL

Der Ehrenoberst der königlichen Garde Norwegens heisst Nils Olav IIl. Der Königspinguin ist das Maskottchen der Garde und begann 1987 seinen Dienst. König Harald V. schlug Nils Olav am 15. August 2008 zum Ritter. Sir Nils Olav unternimmt, im Gegensatz zu seinem Geissen-Kollegen William, keine militärischen Aktionen. Er lebt friedlich im Zoo in Edinburgh, Schottland. Die Tradition geht auf den norwegischen Entdecker Roald Amundsen zurück. Er war die erste Person, die den Südpol erreichte (1911). Als der Zoo Edinburgh 1913 eröffnet wurde, schenkte Amundsen ihm den ersten Königspinguin.

3. Wojtek der Bär

Wojtek wurde nicht sehr gesund gefüttert. play
Wojtek wurde nicht sehr gesund gefüttert. Gemeinfrei / Wikicommons

 

1942 tauschten im Iran stationierte Soldaten der polnischen Armee Konserven gegen einen Bärenjungen. Er wurde Teil der 22. Artillerie-Versorgungs-Kompanie und kriegte den Namen Wojtek. Der Name bedeutet sinngemäss «lächelnder Krieger». Der kleine Bär wurde bei den Soldaten schnell beliebt und reiste mit der Armee bis nach Ägypten. Er lernte, zu salutieren und spielte Ringen mit den Soldaten. In Kairo wurde Wojtek offiziell zu einem Mitglied der Armee, inklusive Dienstnummer, Soldbuch und dem Rang Unteroffizier. Der Grund: Die polnische Armee war auf dem Weg, die britischen Streitkräfte in Italien zu unterstützen. Die Hafenbehörde von Alexandria erlaubte jedoch keine Tiere an Bord. Als offizieller Soldat durfte Wojtek ohne Probleme mitreisen.

Den Höhepunkt seiner Karriere markiert das Entdecken eines arabischen Spions in einem Baum. In der Schlacht um Monte Cassino, einer der längsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges, trug er zudem Munitionskisten übers Schlachtfeld und steigerte die Moral der Truppen. Während des Krieges wurde Wojtek nicht artgerecht gehalten, ihm wurde alles Mögliche gefüttert. Er trank Bier und rauchte Zigaretten. Als der Krieg zu Ende war, wurde Wojtek dem Zoo in Edinburgh übergeben, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1963 lebte.

4. Sergeant Stubby

Trug viele Medaillen: Stubby in seiner Uniform. play
Trug viele Medaillen: Stubby in seiner Uniform. Gemeinfrei

 

Sergeant Stubby war der am höchsten ausgezeichnete Hund des Ersten Weltkrieges. Die Bullterriermischung war ein Streuner, der dem US-Soldaten John Robert Conroy zulief. Als dieser in den Krieg nach Frankreich musste, schmuggelte er Stubby mit. Als Stubby von Conroys Vorgesetztem entdeckt wurde, machte er eine Geste, die dem Salutieren ähnelte. Conroy brachte ihm diese bei. Daraufhin durfte Stubby bleiben.

In den Schützengraben Frankreichs diente Stubby während 18 Monaten in 17 Schlachten. Stubby lernte, die Amerikaner vor Senfgas-Angriffen und Artillerie-Geschossen zu warnen. Ausserdem hat er im Alleingang einen deutschen Spion enttarnt - woraufhin er zum Sergeant (Unteroffizier) befördert wurde. Stubby überlebte den Krieg und erhielt viele Auszeichnungen. Er durfte sogar die Hand von Präsident Woodrow Wilson schütteln. Er starb friedlich im Schlaf.

5. Lin Wang

Lin Wang mit General Sun Li-jen. play
Lin Wang mit General Sun Li-jen. Gemeinfrei / General Sun Li-jen, 1947

Der Elefant Lin Wang wurde 1917 geboren und war lange das berühmteste Tier Taiwans. Erst hat Lin Wang in Burma gelebt. Während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges nutzte die japanische Armee in Burma Elefanten zum Transport von Vorräten. Als die chinesische Armee auf Befehl Chiang Kai-Sheks in Burma einmarschierte, fand sie 1943 zwölf dieser Elefanten und nahm sie in ihre Obhut. Ab dann halfen sie den Chinesen beim Transport von Waffen. Auch nach dem Krieg mussten die Elefanten schuften, sie halfen dabei, Monumente für gefallene Soldaten zu errichten.

1947 nahm General Sun Li-jen, der während der Burma-Kampagne das Kommando hatte, drei der Elefanten mit nach Taiwan, um dort weiter zu arbeiten. Nur Lin Wang überlebte und wurde 1952 dem Zoo Taipei übergeben. Dort wurde er schnell zur Berühmtheit und kriegte zu seinem 65. Geburtstag eine riesige Party spendiert. Lin Wang lebte lange, er wurde 86, starb erst 2003. Damit war er der älteste in Gefangenschaft lebende Elefant der Welt. Seine Beerdigung dauerte einige Wochen und Zehntausende Besucher erwiesen ihm die letzte Ehre.

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