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Prozess: Räuber filmte Attacke auf Hanfpapst

2014 starb der Winterthurer Hanfpapst bei einem Raubüberfall. Heute begann der Prozess gegen die Hauptverdächtigen.

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An einem Nachmittag im Mai 2014 bestiegen der Iraner Seyed S. (23) und der Schweizer Teo P. (20) laut Anklage mit zwei jüngeren Komplizen den Bus. Ihr Ziel: die Wohnung des Cannabis-Dealers Robert Frommherz (†53) in Winterthur.

Als Frommherz die Tür öffnete, sprühte ihm Seyed S. laut Anklageschrift eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht. Teo P. schnappte sich darauf ein Packet von etwa

25 Gramm Marihuana aus dem Gefrierfach und flüchtete nach draussen, wo die jüngeren beiden Komplizen Schmiere standen. Seyed S. blieb zurück in der Wohnung bei Frommherz. Dieser soll «spinned ihr eigentlich!» geschrien und sich eine Schere geschnappt haben. Vor Gericht behauptete der Iraner heute: «Ich habe Panik bekommen. Frommherz wollte auf mich losgehen, ich musste mich verteidigen.»

«Die Schläge waren ein Reflex.»

Laut Anklage schlug er ihm erst die Schere aus der Hand und verpasste ihm dann mehrere Faustschläge ins Gesicht. «Die Schläge waren ein Reflex. Ich hatte Angst um mein Leben.»

Frommherz erlitt bei der Attacke eine Nasenbein- und eine Augenbodenhöhlenfraktur. Er stürzte nach hinten und knallte mit dem Hinterkopf auf den Boden. Doch der Iraner hatte noch nicht genug. Laut Anklageschrift versetzte er dem blutüberströmten Hanfpapst einen heftigen Fusstritt gegen den Kopf. Pervers: Die brutale Aktion soll der mutmassliche Schläger mit seinem Handy gefilmt haben. Dann ging er nach draussen und sagte seinen Kollegen: «Der Hanfpapst schläft jetzt.» Sein Opfer liess er blutend und röchelnd in der Wohnung liegen. Am nächsten Morgen starb Frommherz an «hirndruckbedingter zentraler Atemlähmung», wie es in der Anklageschrift heisst.

Für Teo P. fordert der Staatsanwalt wegen Nötigung und unterlassener Nothilfe eine Strafe von 30 Monaten, davon 20 Monate bedingt. Seyed S. soll elf Jahre hinter Gitter wegen vorsätzlicher Tötung, Nötigung und Raub. Allerdings soll die Freiheitsstrafe aufgeschoben und der Mann wegen seiner psychischen Störung in einer geschlossenen Einrichtung platziert werden.

Die beiden jüngeren Komplizen mussten sich bereits vor der Jugendanwaltschaft verantworten. Sie waren zur Tatzeit noch nicht volljährig.

Hanfpapst ermordet! Das lag ihm am Herzen
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