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Rat vom Bund: Radioaktives Gas in Kindergärten

Der Bund rät den Kantonen zu Radon-Messungen an Schulen und Kindergärten. Der Kanton Zürich winkt ab.

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«Messungen notwendig» Kinder reagieren besonders empfindlich auf Radon. play
«Messungen notwendig» Kinder reagieren besonders empfindlich auf Radon. Keystone

Fachleute sind sich einig: Radon wird unterschätzt. Laut Hochrechnungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sterben in der Schweiz jährlich bis zu 300 Menschen, weil sie über längere Zeit in Gebäuden das radioaktive Edelgas eingeatmet haben, wie der «Landbote» heute schreibt. Zum Vergleich: Bei Verkehrsunfällen kamen hierzulande im vergangenen Jahr 243 Personen ums Leben. Nach dem Rauchen gilt Radon als wichtigste Ursache für Lungenkrebs.

Angesichts dieser erschreckenden Erkenntnisse empfiehlt der Bund den Kantonen neu, vermehrt Radon-Messungen in Gebäuden, allen voran bei Schulhäusern und Kindergärten, durchzuführen. «Kinder reagieren besonders empfindlich auf ionisierende Strahlung», sagt Christophe Murith vom BAG dem «Landboten».

Doch während etwa der Kanton Aargau die entsprechenden Messungen und Sanierungen längst durchgeführt hat, winkt der Kanton Zürich ab. Wie der «Landbote» schreibt, heisst es bei der Zürcher Baudirektion: «Angesichts der geringen Belastung im Kanton Zürich wäre es unverhältnismässig, die sehr aufwendigen Messungen in allen Schulen und Kindergärten durchzuführen.»

Dem widerspricht die Schweizerische Lungenstiftung. Weder seien die Messungen aufwendig, noch könne im Kanton Zürich von einer geringen Belastung gesprochen werden. In der Tat wurde gemäss «Landbote» bei Messungen in Winterthur vor zwei Jahren in zehn von 35 Schulen der Radon-Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) überschritten – laut WHO besteht in Innenräumen bereits ab 100 Bq/m³ eine Gesundheitsgefährdung. «Wir schulden es unseren Kindern, dass die Messungen an allen Schulen stattfinden», sagt Otto Berndli, Präsident der Schweizerischen Lungenstiftung.

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