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#SchweizerAufschrei: So sprichst du eine Frau an, ohne sexistisch zu sein

Hier sind 5 Tipps, um zu verhindern, beleidigend und sexistisch rüberzukommen.

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Naive Frauen seien mitschuldig, wenn sie vergewaltigt würden. Mit dieser Aussage zog SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler (40) viel Zorn auf sich. play
Naive Frauen seien mitschuldig, wenn sie vergewaltigt würden. Mit dieser Aussage zog SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler (40) viel Zorn auf sich. Peter Gerber

SVP-Politikerin Andrea Geissbühler sorgte vergangene Woche für landesweite Empörung, als sie sagte, Frauen seien an einer Vergewaltigung teils mitschuldig. Sofort folgte der Aufschrei im Internet. Dutzende Frauen und auch Männer berichteten auf Twitter von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung und Sexismus im Alltag. Darunter auch Sprüche, die manche als einfache Komplimente verstehen.

Deshalb sorgt #SchweizerAufschrei bei vielen Männern für Verunsicherung. Was ist denn nun im Umgang mit Frauen erlaubt und was nicht? Darf man jetzt einer Frau nicht einmal mehr ein Kompliment machen? «Ja, Komplimente werden zu Recht als sexistisch bezeichnet», sagt die Geschlechterforscherin Fabienne Amlinger in einem Interview mit dem «Bund». Die Frage sei aber, in welchem Kontext und auf welche Art, Komplimente ausgedrückt werden können, ohne dass sie Frauen gegenüber sexistisch und beleidigend sind.

1. Reduziere sie nicht auf ihr Äusseres.

 

Du glaubst vielleicht, es sei ein Kompliment, wenn du deiner Mitarbeiterin sagst, dass sie heute gut aussieht. Für sie kann das, besonders im geschäftlichen Umfeld, aber vielmehr eine Beleidigung sein. Sag ihr lieber, was dich an ihr wirklich beeindruckt. Zum Beispiel eine gut gehaltene Präsentation oder ein erfolgreich abgeschlossenes Geschäft. Sie ist nämlich genau so stolz auf ihre beruflichen Erfolge wie du auf deine. Und genau danach – nicht nach ihrem «hübschen Kleid» oder ihrem Make-up – will sie beurteilt werden. Und zwar nach dem gleichen Massstab wie ihre männlichen Arbeitskollegen auch.

2. Fass eine Frau nicht ungefragt an.

Postby

 

Wenn du sie gerne kennenlernen möchtest, probiers mal mit Worten. Dann merkst du ziemlich schnell, ob sie auch Interesse hat oder nicht. Keine Frau mag es, wenn man sie ungefragt am Hintern begrabscht oder ihr ungeniert die Hand auf ein Bein legt. Das vermittelt den Eindruck, der Mann hätte ein Recht dazu, über den Körper einer Frau zu bestimmen, nur weil er ihn anziehend findet.

3. Gib Acht, wie du über Frauen redest.

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Für sexuelle Handlungen braucht es immer ein gegenseitiges Einverständnis. Und genau das Gleiche gilt auch, wenn du darüber sprichst. Nur weil du eine Frau auf der Strasse sexy findest und du sie «gerne würdest», gibt dir das nicht das Recht, laut mit deinen Freunden darüber zu argumentieren, wie ihr das gerne anstellen möchtet. Solche Sprüche sind für eine Frau erniedrigend, weil ihr damit das Gefühl vermittelt wird, sie selbst habe kein Mitspracherecht, wer was mit ihrem Körper anstellen darf.

Überleg dir immer, wie es für dich wäre, wenn die Frau, über die du und deine Kumpels gerade sexuelle Sprüche reisst, deine Schwester oder deine Mutter wäre. Rede über jede Frau immer nur so, wie du es auch bei ihnen tun würdest.

4. Trau ihr genau gleich viel zu, wie dir.

 

Wenn eine Frau dir erzählt, dass sie Fussball mag, dann lach nicht darüber. Geh nicht davon aus, dass sie «eh keine Ahnung hat», nur weil es sich deiner Meinung nach um ein Thema handelt, das nur Männer verstehen. Warum sollte das überhaupt so sein? Nimm die Frau ernst, anstatt blöde Sprüche zu klopfen. Damit wirst du bei Weitem erfolgreicher sein beim Kennenlernen. Und hey, es ist doch super, wenn ihr ein gemeinsames Hobby teilt. Siehs mal von dieser Seite.

5. Hör auf, eingeschnappt zu sein und beleidigend zu werden, wenn du eine Abfuhr erhältst.

 

Wenn eine Frau dir klarmacht, dass sie kein Interesse hat, dann werde nicht beleidigend. Noch viel zu viele Männer nehmen das Ganze persönlich und reagieren furchtbar eingeschnappt. Nein, die einzigen «legitimen Gründe» für eine Abfuhr müssen nicht sein, dass die Frau schon vergeben oder lesbisch ist. Denn wozu braucht es überhaupt eine Begründung? Nur weil sich eine Frau in einer Bar oder einem Club befindet, bedeutet das nicht, dass sie automatisch auf der Suche nach einem Mann ist.

Es ist selbstverständlich in Ordnung, eine Frau – auf anständige Art und Weise, versteht sich – anzusprechen. Zeigt sie aber kein Interesse, dann leb damit! Sie ist deswegen keine eingebildete Kuh oder Tussi. Denn sie ist dir keine Chance schuldig, wenn sie gerade einfach keine Lust hat, jemanden kennenzulernen.

Diese Reaktionen sind übrigens bei vielen Frauen der Grund, ziemlich schnell genervt zu reagieren, wenn sie von einem Mann angesprochen werden. Weil sie keine Lust haben, sich ständig erklären zu müssen, wenn sie gerade nicht die Absicht hegen, jemanden kennenzulernen.

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