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Sein Facebook-Post geht viral: Brad erklärt, wie schwierig es ist, Mami zu sein

Mamis haben viel mehr auf dem Kasten, als ihnen gewisse Menschen zutrauen.

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Musste plötzlich Mami sein: Brad Kearns. play
Musste plötzlich Mami sein: Brad Kearns. Facebook

 

Mami zu sein, das ist kein einfacher Job. «Nur auf die Kinder aufpassen» braucht so viel mehr Energie, als sich manche Männer vorstellen können. Das musste auch der Australier Brad Kearns feststellen. Seine Frau Sarah musste mit Leberbeschwerden ins Spital eingeliefert werden - und er daraufhin auf die beiden Söhne Knox (2) und Finn (6 Wochen) aufpassen. Sein Erlebnis teilte er auf Facebook, wo es grossen Anklang findet. Über 16'000 mal wurde sein Post geteilt. Darin beschreibt er mit einer Prise Humor, dass Mamis eben doch viel mehr auf dem Kasten haben, als man ihnen zuschreibt. Im Post steht Folgendes:

«Heute musste ich das Mami sein. Kennt ihr das, wenn eure Frau euch sagt, sie wolle mal der Vater sein und ihr euch denkt, das sei doch eh dasselbe? Lehnt euch zurück, holt etwas Popcorn, denn ich werde euch auf eine Fahrt mitnehmen, die einer Achterbahn im Rückwärtsgang gleicht, die euch durch Wasserfälle aus Erbrochenem, Kot und viele Tränen führt.

Alles begann gestern, als ich aus dem Büro rennen musste. Meine Frau schrieb mir, ihre Leber habe versagt. Also wurde ich zum Mami. Das war vor 24 Stunden. Um 17:00 Uhr kam ich nach Hause. Meine Beobachtung: 1. Das Wohnzimmer ist ein Saustall. 2. Es hat praktisch nichts mehr Essbares. 3. Knox will unbedingt eine DVD schauen und sagt mir das durch Geschreie. Finn kommuniziert nur mit dem Spiel «heiss oder kalt», wobei sein Zeichen für heiss Weinen und sein Zeichen für kalt etwas empathischeres Weinen ist.

Ich schiebe die DVD rein, was mir mit Knox etwas Zeit verschafft. Finn will immer noch dasselbe, es wird nicht wärmer. Als ich ihm den Schoppen gebe, reduziert sich sein Weinen auf ein Wimmern. Damit gebe ich mich zufrieden.

Wer erinnert sich an diese Superköche aus dem TV, die aus ein paar verrotteten Früchten und Dosenfutter ein Dreigängemenü zaubern können? Naja, Knox kriegte Instant-Nudeln.

Die Nacht ist im Anmarsch und meine Geduld lässt langsam nach. Ich stelle Knox ruhig, indem ich ihn Sticker auf meine haarigen Beine kleben lasse. Einfach Finn nicht aufwecken.

Es ist unglaublich, wie Babys schlafen. Ihr wisst, was ich meine. Wenn du die Windeln gewechselt und sie gefüttert hast, das Baby aufhebst und es rülpsen lässt, du seinen Rücken streichelst. Die Augenlider werden langsam schwer und er atmet stark durch seine Nase, während die gemütliche Wärme zu viel wird und er seine Augen nicht mehr offen halten kann. Es ist wunderschön. Dann hebst du ihn hoch, küsst ihn auf die Stirn und legst ihn sanft ins Bett, deckst ihn zu. Es ist wundervoll. So ein ruhiger Moment. Bis zum Teil wo er SCHREIT WIE AM SPIESS. Als hätte ich ihn an eine Wand geworfen!

Naja, wenigstens macht er das nur ein mal pro Nacht, oder? Es ist nicht so, dass es um 22:30 Uhr, Mitternacht, 01:45 und 3:30 nochmal passiert. Ich freute mich schon auf die nächste Session um 05:00 Uhr, aber da war ja schon der nächste Tag. Wusstet ihr, dass Schlaf-Entzug eine Art der Folter ist?

Da war ich also. Halb sechs Uhr morgens mit Finn, als Knox ins Zimmer läuft und Hallo sagt. Da habe ich realisiert, dass ich lieber der Vater bin. Also bereitete ich die Kinder auf den Tag vor, und plante meinen Haushalts-Ablauf. Und damit meine ich, dass ich Finn während zwei Stunden im Arm gehalten habe, völlig übermüdet. Knox schnappte sich derweil diverse Süssigkeiten, bis er endlich mit seinem Spielzeug-Zug zu spielen begann. Ich schrieb Sarah, dass ich eine super Nacht hatte.

Dann hat es an der Haustüre geklopft. Warst du schon mal in einer Situation, in der dich jemand erwischt hat, etwas zu tun, was du nicht tun solltest? Dieses Gefühl hatte ich, als ich die Türe öffnete und meine Schwiegermutter da stand. Da war ich, unrasiert, meine Haare ungepflegt, die Kleider vom Vortag an und am Oberkörper nur einen Hoodie, um zu verbergen, dass ich darunter kein Unterleibchen mehr anhabe. Ich habe nicht geduscht, meine Zähne nicht geputzt. Da kommt Knox in seinem Schlafsack gerannt und fragte, ob er noch einen Müesli-Riegel darf. Als meine Schwiegermutter eintrat, sah sie, dass der Znacht von gestern immer noch in der Küche stand, überall Sticker klebten und das Haus allgemein ein Saustall war.

Da wusste ich, dass ich geschlagen war. Auch sie wusste das. Und das in nur 16 Stunden, die ich als Mami durchhalten musste. Ich habe versagt. Ich habe es noch nicht mal geschafft, als Mami meine Körperhygiene im Zaum zu halten, von Aufräumen, Kindererziehen, Kochen oder draussen etwas unternehmen fangen wir gar nicht erst an.

Sarah ist noch immer im Spital. Gute Besserung Schatz :)

Verdammt, ich will wieder der Papi sein.»

Da hast dus, wenn du schon lange nicht mehr Danke zu deinem Mami gesagt hast, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür. Danke Mami! <3

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