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Silvester International: 15 Bräuche zum Jahreswechsel

Wem das Bleigiessen zu träge wird, kann sich von den verschiedenen Silvester-Traditionen weltweit inspirieren lassen. Aber Achtung! Einige sind lebensgefährlich.

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1. Argentinien

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AFP


Weg mit dem alten Zeug! Die Argentinier wollen das neue Jahr ohne Altlasten beginnen und vernichten deshalb alle Unterlagen, die nach dem Jahreswechsel nicht mehr gebraucht werden. Entweder werden die Papiere in mühsamer Handarbeit zu Schnipseln zerrissen und zerschnitten oder sie werden ganz einfach geschreddert. Egal, wie die Unterlagen verkleinert werden, sie fliegen alle danach als Papierregen aus dem Fenster.

2. Brasilien

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ASSOCIATED PRESS


Was in Argentinien die Papierfetzen sind, ist in Brasilien das Klopapier. Das fliegt aus den Fenstern und deckt die Strassen in ein weisses, zwei- oder dreilagiges, extrazartes Meer. Farblich passend kleiden sich alle weiss, angeblich die Lieblingsfarbe der Meeresgöttin Yemanjà. Ihr Zuständigkeitsbereich ist die Fruchtbarkeit, darum werfen brasilianische Frauen ihr zu Ehren Blumen ins Meer. Ausserdem stecken sie Kerzen in den Sand des Strandes: rote für das Liebesglück, weisse für den Frieden und gelbe für Geldsegen.

3. Schottland

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Die Schotten haben für den Silvester gleich einen eigenen Festtag kreiiert. Beim «Hogmanay» werden traditionelle Bräuche zelebriert und klassische Speisen aufgetischt. Wie zum Beispiel der Fackelumzug und die Haggis, ein mit Innereien gefüllter Schweinemagen. Zur Tradition gehört auch das «First Footing», bei dem Leute mit einem Glas Whiskey, einem Stück Kohle, einem Früchtebrot, Salz und Shortbread umherziehen und bei Fremden zu Hause eingelassen werden. Das soll Glück bringen. Während des «First Footing» wird «Hot Pint» ausgeschenkt. Das Rezept für den eigenwilligen Energydrink ist nichts für sensible Mägen.

Etwas Muskatnuss in 2 Liter Ale mahlen und das ganze zum Kochen bringen. Zusammen mit drei Eiern etwas in Ale aufgelösten Zucker beifügen. 2,5 dl Whiskey dazu geben und zum Sieden bringen. Die Flüssigkeit dann von einem Topf in den anderen leeren, bis das Getränk glatt und hell wird. Prost!

4. Russland

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Wer nicht genug vom Feiern kriegt, sollte nach Russland. Die russisch-orthodoxe Weihnachtszeit und das Neujahrsfest bescheren den Russen gleich mehrere Feste. Am 31. Dezember wird das neue Jahr mit Geschenken eingeläutet. Sobald die grosse Uhr auf dem Roten Platz in Moskau um Mitternacht anfängt, zwölf Mal zu schlagen, schreibt man einen Wunsch auf, verbrennt diesen Zettel gleich, kippt die Asche ins Glas und spühlt sie zusammen mit dem Champagner herunter, bevor die Uhr fertig geschlagen hat. Die Woche darauf wird Weihnachten gefeiert und nochmals eine Woche später wird auf das alte neue Jahr nach dem Julianischen Kalender angestossen. Gegessen wird vorallem Oliviersalat, Cholodez und Seledka Pod Schuboj (Hering unter dem Pelzmantel).

5. Italien

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Getty Images


Die Italienerinnen tragen am Silvesterabend rote Unterwäsche, die am nächsten Tag weggeworfen werden soll. Nicht etwa, um Beweismittel zu zerstören. Der Brauch soll die Liebe für das nächste Jahr sichern. Damit das sich mit dem Geld gleich verhält, werden Linsen gegessen.

6. China

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AFP


Bevor in China gefeiert wird, muss das Haus gereinigt werden. Mit Bambuszweigen wischen sie das Böse aus dem Zuhause und öffnen ab 23 Uhr die Fenster, um das neue Jahr hineinzulassen. Unverheiratete Männer beschwören das Glück in der Liebe herauf, indem sie Mandarinli ins Meer werfen.

7. Israel

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AFP


Weight Watchers sollten Israel am Silvester meiden! Das neue Jahr soll versüsst werden und deshalb gibt es alles, was das Kalorienzählen für Rechenfaule fast verunmöglicht: Süsse Äpfel, Honig und Honigkuchen. Man wünscht sich mit «Schana tova u'metuka» auch ein gutes und süsses Jahr. Am Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrstag, wird mit dem «Taschlich-Brauch» um Vergebung der Sünden gebeten. Symbolisch dafür werden Steine und Brotstücke ins Wasser geworfen.

8. Griechenland

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Die Griechen backen und verstecken irgendwo im Teig eine Münze. Wer drauf beisst, kann sich auf ein gutes Jahr freuen. Der Silvesterabend wird vorallem zu Hause verbracht, wo Karten- und Glücksspiele über das nächste Jahr entscheiden. Wer gewinnt, wird das neue Jahr durch viel Glück haben. Wer verliert, hat dafür Glück in der Liebe. So haben alle was vom Spieleabend. Gläubige Griechen springen am 6. Januar ins Wasser. Dieses Ritual feiert die Taufe Jesus und soll böse Dämonen vertreiben.

9. Japan

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AP


Um Mitternacht schlagen die Tempelglocken 108 mal. Genauso viel soll es brauchen, um das Übel des alten Jahres zu vertreiben. Das Silvesteressen besteht aus klebrigen Reisbällchen, die Glück bringen sollen. Bei der Herstellung hilft die ganze Familie mit. Die Konsistenz dieser Mochis ist so tückisch, dass sie den Japanern schlimmstenfalls im Hals stecken bleiben können! Die Feuerwehr hat deshalb ein Mochi-Notfall-Plan herausgegeben: Auf den Bauch legen und fünfmal mit der Hand zwischen die Schulterblätter schlagen. Immerhin nicht 108 mal.

10. Spanien

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AFP


1909 soll es eine sehr ertragreiche Traubenernte gegeben haben, so dass die Tradition entstanden ist, an Silvester um Mitternacht pro Glockenschlag eine Traube zu essen. Wer alle 12 in dieser Zeit gegessen hat, kann auf viel Glück im neuen Jahr hoffen und sich etwas wünschen. Den Spaniern kommen aber nicht irgendwelche Trauben in den Rachen. Nur mit den Vinalopo Trauben soll das mit dem Wunsch und dem guten neuen Jahr klappen.

11. Peru

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Die Peruaner wollen bereits gesegnet in den Silvesterabend starten. Dazu besuchen sie einen traditionellen Markt in Lima, wo Schamanen die Schicksale der Besucher aus Kokablättern lesen.

12. Rumänien

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Auch die Rumänen tun alles dafür, sich das Glück für das neue Jahr zu sichern. Dafür klemmen sich Kinder ein neugeborenes Lamm unter den Arm und laufen so die Strassen entlang. Das Lamm, traditionell «Vasilica» genannt, muss nur noch von Passanten gestreichelt werden und sie können sich auf ein glückliches Jahr freuen. Sofern sie Kleingeld dabei haben. Lämmchen streicheln ist in Rumänien an Silvester nämlich nicht umsonst.

13. Philippinen

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Auf den Philippinen muss an vieles gedacht werden, damit im kommenden Jahr Wohlstand garantiert ist. Alle Türen und Fenster werden aufgemacht, alle Lampen angezündet. Auf die Fensterbretter und in alle Hosen- und Jackentaschen kommen Münzen. Für Glück und Gesundheit muss während des Silvesteressens ein Korb mit zwölf runden Früchten auf dem Tisch stehen und an die Tür wird eine Weintraubenkette gehängt, die bis zum nächsten Silvester dort bleiben muss. Einige Philippiner glauben auch, das Wachstum an diesem Tag anregen zu können, in dem sie möglichst oft in die Luft springen.

14. Australien

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Schüchtern sind die Australier nicht, und schon gar nicht an Silvester. Dort wird rekordverdächtig geküsst. Möglichst viele Küsse von möglichst vielen Menschen ist das Ziel. Bakteriophobe können dem «Küsse-Sammeln» wohl nichts abgewinnen. Alle anderen schmatzen wild um sich und verschonen auch herumstehende Polizisten nicht.

15. Tschechien

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Bleigiessen und Kaffeesatz lesen, das brauchen die Tschechen nicht. Sie haben ihre Äpfel. Die werden halbiert, um aus dem Kerngehäuse sein Schicksal zu erfahren. Bilden die Kerne einen Stern, hat man das Glück auf seiner Seite. Bilden sie aber ein Kreuz, begleitet einen fürs nächste Jahr das Pech.

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