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Super Job: 9 Dinge, die das Gehirn ohne unsere Hilfe macht

Viele Bewegungen, die unser Körper ausführt, sind unsere bewussten Entscheidungen. Doch es gibt auch Reflexe, die unser Gehirn ohne unseren Einfluss geschehen lässt und die häufig überlebenswichtig sind.

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1. Niesen

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Alle Bilder: Getty Images

Häufig realisieren wir nicht, dass es etwas Störendes in unserer Nase gibt, bis wir niesen, um die Irritation - wie Nasenschleim, Allergieauslöser, Staub und andere Fremdkörper - zu entfernen. Der Niesdrang selbst wird durch eine Reizung der Nasenschleimhaut ausgelöst. Der Prozess läuft dabei in drei Phasen ab. Zuerst wird tief Luft eingeatmet, dann der Atem kurz angehalten und anschliessend ziehen sich in der dritten Phase die Ausatmungsmuskeln des Bauches und der Brust schlagartig zusammen. Dabei wird die eingeatmete Luft durch die Nase und/oder den Mund wieder ausgestossen. Und das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h. Dass wir beim Niesen auch stets die Augen schliessen, liege daran, dass die Augen und die Nase über einen Nervenzweig miteinander verbunden sind, erklärt ein HNO-Arzt. «Ein Zweig dieses Nervus nasociliaris versorgt das Nasendach, ein anderer Ast geht zu den Lidern und in die weisse Augenhaut. Auge und Nase seien dadurch sehr eng miteinander verschaltet. Werde der zur Nase ziehende Ast gereizt, wie beim Niesen, dann könne das auch eine Reaktion im Augenbereich auslösen.» Diese enge Verbindung von Auge und Nase zeigt sich beispielsweise darin, dass bei einigen Menschen schon ein starker Lichtreiz ausreicht, um ein Niesen auszulösen.

2. Blinzeln

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Im Schnitt blinzeln wir alle zwei bis zehn Sekunden. Das Blinzeln ist ein automatischer Reflex, der dafür da ist, unser Auge vor Schmutz zu schützen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Unser Auge produziert ständig Tränenflüssigkeit, die beim Blinzeln übers Auge gewischt wird und es säubert. Der Reflex erfolgt auch in Gefahrensituationen und sorgt dafür, dass sich das Auge automatisch schliesst, um nicht verletzt zu werden. Für eine kurze Zeit können wir mit dem Blinzeln aufhören, wenn wir zum Beispiel ein «Wer kann länger gucken»-Spiel veranstalten.

3. Informationen filtern

Jeden Tag werden wir mit Informationen überschüttet. Und es ist unmöglich, sie alle aufzunehmen und zu verarbeiten. Erinnerst du dich zum Beispiel daran, welche Farbe deine Socken haben oder was die Person anhatte, die du heute Morgen gesehen hast? Wenn nicht, mach dir keine Sorgen, mit deinem Gedächtnis ist alles in Ordnung. Denn unser Gehirn filtert automatisch Informationen raus, die für unser Bewusstsein in einem bestimmten Moment irrelevant sind und erlaubt uns, den Fokus auf Wichtiges zu legen. Wenn du dir zum Beispiel ein Fussballspiel anschaust, achtest du nicht darauf, was sonst um dich herum passiert, obwohl dein Gehirn auch diese Information erhält. Dieser Prozess nennt sich selektive Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass wir nicht verrückt werden. Trotzdem können manche Informationen die Barriere durchbrechen. Wenn wir zum Beispiel unseren Namen in einer fremden Unterhaltung hören, reagieren wir darauf. Um diese Theorie zu beweisen wurde ein Experiment an der Harvard Universität durchgeführt, welches im Video zu sehen ist.

4. Zittern

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Das Zittern ist ein weiterer Reflex, um uns zu schützen. Die Reaktion wird durch das Reizen des Hypothalamus ausgelöst. Wenn die sensorischen Rezeptoren in der Haut die Kälte in der Umgebung registrieren, sendet unser Nervensystem ein Signal an den Hypothalamus. Dieser sendet wiederum ein Signal an die Muskeln, die dann schnell kontrahieren. Durchs Zittern wird unsere Körpertemperatur erhöht. Jedes Mal, wenn der Hypothalamus also die Temperatur unter einem bestimmten Punkt registriert, versetzt er die Muskeln in den Zittermodus. Dieser hört erst auf, wenn die Temperatur wieder über diesem Punkt liegt.

5. Die Zunge bewegen, um Wörter zu formulieren

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Wenn wir sprechen, ist das einzige, woran wir bewusst denken, was wir sagen. Woran wir nicht denken, ist, wie die Muskeln in unserer Zunge und Mund zusammenarbeiten, um uns die Möglichkeit zu geben, uns verbal auszudrücken. Wenn wir das Sprechen lernen, fangen wir an, einzelne Laute, die wir hören, zu imitieren. Erst später lernen wir, deren Bedeutung zu erkennen und eine Struktur für Wörter zu kreiieren. Während wir diese neuen Wörter lernen, muss unser Gehirn sich damit auseinandersetzen, wie unsere Zunge zu positionieren ist, um den beabsichtigen Laut zu erzeugen. Und wenn diese Fähigkeit genug entwickelt ist, muss unser Bewusstsein nicht länger in den Prozess der Zungen- und Lippenpositionierung involviert sein.

6. Das Gleichgewicht halten

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Das Halten des Gleichgewichts geschieht mithilfe von Sensorinputs der Augen, Muskeln, Gelenken und des Vestibularorgans (befindet sich im Innenohr). Unsere Augen nehmen die Umwelt dank den Lichtsinneszellen, den Stäbchen und Zapfen, in der Netzhaut wahr. Wenn Licht durch das Auge fällt, trifft es auf die Netzhaut (Retina) und somit auch auf die Lichtsinneszellen, die sich neben anderen Nervenzellen dort befinden. In der Folge werden Impulse ans Gehirn weitergeleitet, die der Orientierung im Raum dienen. Wichtig dabei ist die Unterscheidung zwischen Oben und Unten. Das Innenohr informiert über Drehbewegungen und Beschleunigungen. Muskeln und Gelenke liefern Informationen über die Druckverteilung an den Fusssohlen, Spannungsveränderungen in der Muskulatur sowie die Stellung und Belastung der Gelenke. Im Bedarfsfall können sofortige Gegenmassnahmen (Schutzmechanismen) eingesetzt werden.

7. Temperatur regulieren

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Damit wir gesund sind, muss unsere Temperatur 37 Grad Celsius betragen. Die Rezeptoren in der Haut und im Blut sorgen dafür, dass Veränderungen in der Körpertemperatur an den Hypothalamus im Gehirn weitergeleitet werden. Dann kann das Gehirn Massnahmen ergreifen, um die Temperatur wieder zu regulieren. Wenn es draussen kalt ist, wird das Gehirn dafür sorgen, dass die Haare an unseren Armen hochstehen, damit mehr Wärme gespeichert wird. Wenn es draussen hingegen heiss ist, veranlasst das Gehirn den Körper zu einer Schweissproduktion, die uns auf diesem Weg erlaubt, die Körperwärme zu verlieren.

8. Erinnerungen verändern

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Viele glauben, sich immer genau so an ein Geschehen erinnern zu können, wie sie es einmal erlebt haben. Eine psychologische Studie von Elizabeth Loftus and John Palmer aus dem Jahre 1974 zeigt etwas anderes. In einem Experiment wurden den Probanden Videos von Autounfällen gezeigt. Die Zuschauer wurden in verschiedene Gruppen unterteilt, wobei allen die gleiche Frage, aber mit unterschiedlicher Formulierung, gestellt wurde. «Was glaubst du, wie hoch war die Geschwindigkeit des Autos?», war die Frage. Wobei bei der Erwähnung der Kollision bei Gruppe 1 das Verb «zusammenstossen» und bei Gruppe 2 «zerschmettern» verwendet wurde. Eine Kontrollgruppe wurde gar nicht nach der Geschwindigkeit gefragt. Einige Wochen später wurden die Probanden erneut zum Videoclip befragt. Dieses Mal lautete die Frage: «Hast du Scherben gesehen?». Teilnehmer, die bei der ersten Befragung das Wort «zerschmettert» zu hören bekamen, beantworteten die Frage nach den Scherben häufiger mit Ja. Weil sie das Verb mit Scherben in Verbindung brachten. In Wirklichkeit waren im Clip keine Scherben zu sehen. Das deutet darauf hin, dass unser Gehirn «falsche Erinnerungen» produziert, wenn neue Elemente zur alten Erinnerung hinzugefügt werden.

9. Lachen

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Du warst bestimmt auch schon in ein ernsthaftes Gespräch verwickelt, als du plötzlich lachen musstest, dir das Lachen aber verkniffen hast, weil es unangebracht wäre. Keine Angst, du darfst deinem Gehirn die Schuld geben. Die Empfindungsnerven überliefern dem Gehirn einen Reiz und der gleicht dies wieder aus, indem er auf die Nervenursprünge der beim Lachen in Kontraktion versetzten Muskeln übertragen wird. Somit ist das Lachen eine Reflexbewegung, die aber bis zu einem gewissen Grad unterdrückt werden kann.

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