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SVP-Favorit Thomas Aeschi: Mit K.O.-Tropfen-Witz in den Bundesrat?

ZUG - Er ist klarer Favorit auf dem Dreierticket. Holt ihn nun das SVP-Wahlvideo ein? Dort nimmt er die Zuger Sexaffäre auf die Schippe. Im Netz hagelts Kritik.

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«Welcome to SVP» mit Thomas Aeschi
«Blocher-Flügel hat sich durchgesetzt»: Politologe Adrian Vatter. play
«Blocher-Flügel hat sich durchgesetzt»: Politologe Adrian Vatter.

Heute hat die SVP ihr «Tricket» für die Bunderatswahlen vom 9. Dezember vorgestellt: Der Tessiner Norman Gobbi, Guy Parmelin aus der Waadt – und der der Zuger Thomas Aeschi. Je ein Kandidat aus den grossen drei Sprachregionen.

Für den Politologen Adrian Vatter von der Uni Bern ist die Favoritenrolle für den neuen Bundesrat klar verteilt: «Es ist ganz klar der Deutschschweizer Thomas Aeschi, der zur Debatte steht», sagt er zu Nachrichtenagentur SDA. Innerhalb der SVP-Fraktion habe sich der Blocher-Flügel durchgesetzt.

Natürlich gebe das erwartete Dreierticket der Bundesversammlung am 9. Dezember eine Auswahl, sagt Vatter. Ebenso klar sei aber, dass der Zuger Nationalrat Aeschi als einziger eine reelle Chance auf eine Wahl innerhalb dieses Dreiertickets habe.

Parmelin könnte zum Verhängnis werden, dass mit Alain Berset (SP) und Didier Burkhalter (FDP) bereits zwei Westschweizer in der Regierung sitzen. «Es gibt genug Romands im Bundesrat», sagte Vatter. Und auch Gobbi sei nicht wirklich wählbar, weil der frühere Lega-Politiker erst seit wenigen Wochen der SVP angehöre.

Wegen dieser begrenzten Auswahl dürfe auch die Möglichkeit einer «wilden» Kandidatur nicht unterschätzt werden, sagte Vatter weiter. «Es gibt eine gewisse Unzufriedenheit im Parlament, dass die SVP nur einen Deutschschweizer zur Auswahl stellt - gerade weil dieser Deutschschweizer als Kandidat mit sehr engem Draht zu Christoph Blocher gilt.»

Das sieht übrigens auch der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid so.

 

National für Aufsehen sorgt der 36-jährige SVP-Senkrechtstarter aber nicht erst seit heute. Viele Schweizer erinnern sich an den «Welcome to SVP»-Song, mit dem die Partei im diesen Herbst Neu-Wähler erreichen wollte. Während sich die meisten SVP-Mitglieder selbstironisch darstellten – Blocher mit der Schere am Rasen trimmen, Matter beim Geldwaschen – ging Aeschi für viele unter die Gürtellinie. Nach der Zuger Sexaffäre mit den Kantonsräten Jolanda Spiess-Hegglin (Grüne) und Markus Hürlimann (SVP), in der es am Anfang auch um K.O.-Tropfen ging, posierte er im Video mit Zuger Kirsch und einem Fläschchen K.O.-Tropfen.

«Die #SVP diskreditiert sich weiter als BundesratsPartei!»

Auf Twitter etwa hagelte es heute gleich nach der Nomination durch die SVP-Bundeshausfraktion Kritik.

 

 

Jolanda Spiess-Hegglin selbst äusserte sich heute noch nicht zu Aeschis Nomination. Als letzthin an einer SVP-Feier in St. Gallen «K.O.-Tropfen-Shots» (nur 5 Fr.) ausgeschenkt wurden, verschaffte sie ihrem Ärger auf Twitter Luft.

In der Lokalpresse distanzierte sich Thomas Aeschi damals übrigens vom Vorwurf, sich über die Sexaffäre lustig zu machen. «Das ist bestimmt kein Seitenhieb auf Spiess-Hegglin, und auch nicht auf Markus Hürlimann. Im Video geht es nur darum, dass wir uns selber auf die Schippe nehmen», sagte er zu «Zentralplus». «Man wirft uns ja gerne vor, wir würden nur gegen andere austeilen. Jetzt wollen wir uns für ein Mal über uns selber lustig machen.»

In einem Fall hatten die Ereignisse in Zug Aeschis Leben aber dennoch verändert: Wegen der Sexaffäre musste Markus Hürlimann als SVP-Kantonalpräsident zurücktreten. Sein Nachfolger: Thomas Aeschi.

Will Thomas Aeschi gar nicht gewählt werden?

Entgegen der Analsyse von Politologe Vatter sieht sich Thomas Aeschi selbst übrigens nicht als Favorit am 9. Dezember. Im BLICK-Videointerview überrascht der junge Zuger am Abend mit der Aussage: «In erster Linie hoffe ich, dass die SVP in Zukunft mit einem Romand oder einem Tessiner im Bundesrat vertreten ist.» (Video unten)

Thomas Aeschi zur Bundesratskandidatur «Ich hab mich erst nach den Wahlen entschieden!»
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