Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Tweets aus der ZHdK: «Nach drei Jahren merken sie, dass sie Follower bräuchten»

Kathrin Passig (45) twitterte zwei Wochen lang aus Kursen der ZHdK. Das passte nicht allen Studenten.

, Aktualisiert 46 Reax , 164 Views
teilen
teilen
19 shares
Twitter-Expertin: Kathrin Passig hat über 30000 Follower play
Twitter-Expertin: Kathrin Passig hat über 30000 Follower zvg

Sie habe hier ein «Mini-Studium» geniessen dürfen, sagt Kathrin Passig. Die deutsche Texterin und Twitter-Userin mit über 30 000 Followern twitterte als @z_observer zwei Wochen lang von verschiedenen Workshops und Vorlesungen der ZHdK – vom Tuba-Unterricht über eine Schreibwerkstatt, einem Theater-Lehrgang, einer Textilwerkstatt, einem Siebdruck-Kurs bis hin zu Vorlesungen wie «Visualisierung Medizin», «Design-Theorie» und «Mobile User Interface».

Die Idee kam von der Hochschule selber: Sie zahlte Passig 5000 Franken für ihren zweiwöchigen Einsatz. «Aber es war sehr streng», wirft die Social-Media-Expertin ein. «Permanent zuhören und darüber twittern braucht Konzentration.» Aufgefallen ist ihr, dass in den Kursen die Betreuung von 1:1 bis maximal 1:12 reichte, nur einmal sassen über 40 Leute im Raum. «So luxuriös haben es die Schweizer, das ist bemerkenswert. Bei uns hatten wir Frontalunterricht mit 100 Studenten im Saal.» Aber vielleicht liege es ja auch daran, dass dies hier die Hochschule der Künste ist.

«Das Publikum kann Unfertiges gut einordnen.»

Auch auffällig sei gewesen, dass vielen das Getwittere nicht so ganz recht war. «Sowohl Studenten wie auch Dozenten waren skeptisch.» Denn viele würden die Hochschule als einen geschützten Raum betrachten. Was Kathrin Passig nicht so sieht: «Ich finde es schade, dass so wenig von dem, was hinter den Fassaden des Toni-Areals geschieht, in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Denn gerade für Künstler ist es doch sehr wichtig, dass sie ein breites Publikum erreichen.» Ihrer Meinung nach sollten die gelernten Inhalte dringend sichtbar gemacht werden – und dies möglichst von mehreren Usern, sodass eine Konversation entsteht.

Sie empfiehlt vor allem den Studenten, die später im schöpferischen Bereich tätig sein werden, den Mut zu haben, auch unfertige Arbeiten zu zeigen – zum Beispiel auf Snapchat oder Instagram. «Das Publikum kann das einordnen und versteht auch, dass vieles aus einem Prozess heraus entsteht.» Denn wer nach drei Jahren Studium an der ZHdK einen Job sucht und dann erst merkt, dass er nun vielleicht besser ein paar Follower hätte, «ist leider drei Jahre im Rückstand».

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Bilder des Tages

Mehr zum Thema

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren

Social Stream


Das könnte dich auch interessieren

Bilder des Tages

Eisregenbogen mit Sonnenuntergang-Effekt
0 Reax

Heiss auf Blick am Abend

Schnügel des Tages

Schnügel vom 07.12.2016
2 Reax