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Über 800-Meter-Felsen: Der gefährlichste Schulweg der Welt

ATULER (CN) - Kaum einen Kilometer liegt die Schule der Kinder aus dem südchinesischen Dorf Atuler entfernt. Allerdings verläuft der Weg vertikal über einen Felsen.

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Okay, für viele Schweizer Kinder kann der Schulweg auch gefährlich sein. Doch während bei uns die Gefahr eher im Strassenverkehr lauert, ists in China der Weg selber.

Statt über asphaltierte Strassen zu laufen, müssen die Schüler aus dem südchinesischen Dorf Atuler über einen 800 Meter hohen Felsen klettern, um am Unterricht teilzunehmen. Knapp zwei Stunden lang müssen die 6- bis 15-jährigen Kinder über engste Pfade kraxeln und wacklige Leitern aus Weinstock überwinden.

Dieses lebensgefährliche Unterfangen findet glücklicherweise nicht täglich statt. Die Kinder dürfen lediglich zwei Mal im Monat auf den Berggipfel zurück, um ihre Familien zu Hause zu besuchen. Ansonsten leben sie bei der Schule.

Und wieso baut man die Schule nicht einfach oben im Bergdorf? «Dort gibt es einfach keinen Platz», sagt Api Jiti (72), Vorsteher der Kommune, in der 72 Familien leben.

«Sieben bis acht Leute in den Tod gestürzt»

Die Dorfbewohner sind bettelarm und leben laut «China Daily» von der Hand in den Mund. Im Schnitt verdienen sie kaum einen Dollar am Tag. «Wir verkaufen hauptsächlich Pfeffer und Walnüsse», sagt Jiti und beklagt sich, dass sie oft über den Tisch gezogen werden. «Die Händler wissen genau, dass wir unsere Waren nicht wieder den Berg hochtragen wollen und zahlen uns darum nur einen schlechten Preis.»

Auch Erwachsenen ist auf dem steilen Weg mulmig. Laut Api Jiti sind in den letzten Jahren sieben bis acht Leute in den Tod gestürzt, viele weitere hätten sich verletzt.

Regierung verspricht Besserung

Der Photograph Chen Jien schoss die unglaublichen Bilder. «Es gibt keinen Zweifel, dass ich von der Szene, die ich vor mir sah, schockiert war», sagt Chen Jien und hofft, seine Fotografien könnten dabei helfen, die «schmerzliche Realität» dieses Dorfes zu verändern. Nachdem die Bilder in den chinesischen Sozialen Medien für heftige Diskussionen sorgten, reagierte die Regierung.

Der Sekretär der Kommunistischen Partei in der Region versprach, eine Stahltreppe zu bauen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden wird.

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