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War der Koks-Fund kein Einzelfall?

Container mit Waren aus Südamerika kommen oft unkontrolliert per Zug oder Schiff via Belgien nach Basel.

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Letzte Woche fand ein Mitarbeiter der Migros-Tochter Delica 191 Kilogramm Kokain in einer Kaffee-Lieferung in einem Container in Basel (Blick am Abend berichtete). Ist das etwa nur die Spitze des Eisbergs? Der Container kam aus Brasilien via Antwerpen in die Schweiz. In den europäischen Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen werden Container mit Zielen ausserhalb der EU von den dortigen Zollbehörden nicht kontrolliert. So passierte der besagte Koks-Container jegliche Grenzen unkontrolliert. In Belgien wurde er vom Schiff auf den Zug verladen und traf schliesslich auf dem Güterbahnhof Wolf ein. Die «Basler Zeitung» schreibt nun heute, dass es «unwahrscheinlich» sei, dass die Kokain-Lieferung ein Einzelfall war. Die Schweizer Zollbehörden hätten zusammen mit dem Grenzwachtkorps schlichtweg nicht die personellen Mittel, um die Ware systematisch zu überprüfen. Es gibt nur Stichproben. Deshalb sei es «gut möglich», dass Schmuggler die Kontroll-Lücke für sich nutzen würden. «Dies ist reine Spekulation», sagt Patrick Gantenbein vom Grenzwachtkommando Basel zu Blick am Abend.  Auffällig ist, dass die gefundenen Mega-Koks-Lieferungen oft in Kolonialwaren versteckt sind. Bei einem der grössten Kokainfälle der Schweiz versteckte eine Ostschweizer Bande das Koks in Bananenschachteln.

Patrick Gantenbein: «Grundsätzlich kontrolliert die Zollverwaltung Sendungen risikogerecht. Aufgrund der enormen Menge an Waren, die täglich in die Schweiz eingeführt werden und aufgrund des Umstandes, dass diese Waren für die Wirtschaft möglichst schnell zur Verfügung stehen sollten, vertritt die Zollverwaltung die Strategie, dass nur Sendungen mit einem erhöhten Risiko kontrolliert werden.» Aus «zolltaktischen Gründen» werde nicht verraten, welche Waren unter dieses erhöhte Risiko fallen.

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