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Weil sie «Allah» in einem SMS geschrieben hat: Passagierin hat Angst, im Flugzeug neben einer Muslima zu sitzen

Diese Geschichte zeigt, dass aus einem derben Vorurteil eine tiefe Freundschaft entstehen kann.

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Zuerst wollte Beverly (links im Bild) nicht neben Jiva sitzen – doch dann wurden sie Freundinnen. play
Zuerst wollte Beverly (links im Bild) nicht neben Jiva sitzen – doch dann wurden sie Freundinnen. Facebook/JivaAkbor

Die Welt ist voller Vorurteile und oft entstehen deshalb Hass und Feindschaften. Doch diese muslimische Frau beweist, dass es auch anders geht.

Die in Schottland wohnhafte Jiva Akbor schrieb eine SMS an ihre Freunde, während sie auf den Start ihres Flugzeuges von Glasgow nach Malaga wartete. In ihrem Gruppenchat hatte jemand erzählt, dass sein Auto aufgebrochen und ausgeraubt wurde. Jiva schrieb die unterstützenden Worte: «HasbiAllahu la ilaaha illaahu alayhi tawakaltu may Allah make the day easy for you all!» Ihre Sitznachbarin Beverly, blickte auf Jivas Handy, wurde blass vor Angst und stand sofort von ihrem Sitz auf. Sie dachte, die Frau mit dem Kopftuch neben ihr, die gerade das Wort Allah schreibt, muss eine Attentäterin sein.

«Du hast in einer Nachricht Allah geschrieben»

Die Muslima, vor der Beverly sich derart fürchtete, erzählt die ganze Geschichte in einem Facebook-Post. «Ich habe in ihr Gesicht geschaut und sie war in Panik und sichtlich verstört. Sie wollte sich nicht auf ihren Platz setzen», schreibt Jiva. Auch als die Flugbegleiterin sie aufforderte, ihren Sitzplatz einzunehmen, weigerte sie sich. Sie blickte Jiva an und sagte: «Ich habe gesehen, dass du eine SMS geschrieben hast und du hast Allah darin geschrieben.»

Anstatt sich über dieses krasse Vorurteil aufzuregen, blieb Jiva ganz ruhig und erklärte ihrer aufgebrachten Sitznachbarin, dass Allah nichts weiter als Gott auf Arabisch heisst. Sie habe nur ihre Freunde getröstet, die ausgeraubt wurden und sie sei nur ein «normales muslimisches Mädchen, das reist.»

Aus dem Vorurteil wurde eine Freundschaft

Langsam beruhigte sich Beverly. Plötzlich realisierte sie, was sie gerade getan hatte und war von ihrer eigenen Reaktion und ihrer Voreingenommenheit schockiert. «Es ist so beängstigend was die Medien uns denken lassen können und ich bin einfach in Panik ausgebrochen», entschuldigte sie sich bei der geduldigen Muslima.

Für die nächsten drei Stunden unterhielten sich die beiden Frauen über Gott und die Welt, ihre Familien, ihr Reiseziel, über ihre Jobs und vieles mehr. «Wir haben geredet und gelacht und manchmal hatten wir Tränen in den Augen», schreibt Jiva.

Nach der Landung versprachen sie sich, miteinander in Kontakt zu bleiben – und das taten sie auch.

Die beiden Frauen blieben über Whatsapp in Kontakt. play
Die beiden Frauen blieben über Whatsapp in Kontakt. Facebook/Jiva Akbor

«Ich habe eine Frau getroffen die tief im Inneren ein wundervoller, wundervoller Mensch ist. Sie hat mir gezeigt, dass die ganze Angstmacherei voller Absicht und strategisch in diese Welt gestreut wird. […] Sie können bei einer normalen Person die schrecklichsten Reaktionen erwirken. Aber wenn wir genug gesegnet sind, kann ALLAH sie in einer der schönsten Momente unseres Lebens verwandeln."

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