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Wenn das Handy zur Tatwaffe wird: Jugendgewalt-Trend «Monitoring»

Gewalt gibt es auch in der Beziehung von jungen Pärchen – aber anders, als gedacht. Mit dem Präventionsprogramm «Herzsprung» wollen Zürcher Schulen dagegen ankämpfen.

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Jeder vierte Jugendliche in einer Paarbeziehung hat schon einmal Gewalt erlebt. Bei den Mädchen waren 18 Prozent in den letzten zwölf Monaten Opfer sexueller Gewalt, wie eine Studie aus dem Kanton Zürich zeigt. Das Präventionsprogramm «Herzsprung» soll körperliche, psychische und sexuelle Gewalt verringern sowie Selbst- und Sozialkompetenz fördern.

Ein wichtiges Thema bei diesem Programm ist die Aufklärung über «Monitoring», der momentan häufigsten Form von Gewalt. Diese zeichnet sich durch eine exzessive Überwachung und Kontrolle des Partners aus – oft via Smartphone. Das reicht von Anrufen, um herauszufinden, wo sich der andere gerade befindet, bis zur Kontrolle von Anruflisten, SMS und E-Mails des Partners. Nur wird diese Form oftmals nicht als Gewalt anerkannt - und genau hier will das Programm ansetzen.

Erster Probedurchlauf kommt gut an

In einem Probedurchlauf des Programms setzten sich in 18 Unterrichtslektionen insgesamt 100 Jugendliche mit Themen wie Beziehungswünschen, Erwartungen an Partnerinnen und Partner, Eifersucht, Grenzverletzungen und sexueller Gewalt auseinander. Begleitet wurden sie dabei von einem Moderationsteam mit einem Mann und einer Frau. Lehrpersonen waren keine dabei.

Insgesamt kam das Programm bei den Schülerinnen und Schülern gut an, wie die Evaluation der BFH zeigte. So lernten die Jugendliche nach eigenen Aussagen etwa, «wie man eine gute Beziehung führt» oder «dass Gewalt keine Lösung ist», und «wo ich Hilfe bekommen kann, wenn jemand handgreiflich wird und ich mich fürchte», wie es im Evaluationsbericht heisst.

Bei den methodisch-didaktischen Aspekten ortete die BFH noch Verbesserungspotenzial. So zeigte sich etwa, dass das Material die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I besser angesprochen hat.

Nun sollen die Erkenntnisse des Pilotprojekts ausgewertet und «Herzsprung» entsprechend überarbeitet und weiterentwickelt werden. Ziel ist auch, das Programm noch besser auf die schulischen Rahmenbedingungen auszurichten. Die definitive Fassung soll im Frühjahr 2017 zur Verfügung stehen.

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