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«Wir brauchen nie wieder ein Tier zu töten»: Designerin macht Pelzmode aus Unfall-Tieren

Pamela Paquin ist sich sicher, dass es keine Pelzfarmen mehr braucht. Für ihre Produkte sammelt die Mode-Designerin tote Tiere von der Strasse.

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Pamela Paquin arbeitete zehn Jahre in Europa als Expertin für Internationale Nachhaltigkeit. Wieder zurück in ihrem Heimatort Boston, USA, möchte sie ihre Erfahrung nutzen und die Millionen Tiere, die auf den Strassen umkommen, verwerten. Mit ihnen will sie «schamlose, ethische» Pelzmode herstellen.

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AP Photo/Charles Krupa

Mit ihrer Firma Petite Mort sammelt sie Kadaver - oder «accidental fur» (durch einen Unfall verursachter Pelz) wie sie es nennt - und verarbeitet sie zu Beinwärmern, Muffs, Hüte, Taschen oder ähnlichem. Die Amerikanerin will der Mode-Industrie beweisen, dass man keine Tiere in überdimensionalen Pelzfarmen schlachten muss. «All dieser Pelz wird sonst weggeworfen. Wenn wir ihn aber sammeln können, brauchen wir nie wieder ein Tier zu töten», sagt Paquin zur DailyMail.

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AP Photo/Charles Krupa

Ihren Bürojob hat Paquin an den Nagel gehängt, als die Nachfrage für ihre Produkte stieg. Erfahrungen in der Mode hat sie zwar nicht, doch verkauft sie ihre handgemachten Stücke ab 800 Dollar erfolgreich auf Etsy. Die Preise variieren je nach Grösse und Typ des Pelzes. Der einzigartige Kitz-Schal, der Paquin als «tragbares Stück Kunst» bezeichnet, kostet 2500 Dollar.

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AP Photo/Charles Krupa

«Der Wert der Produkte besteht darin, dass sie handgemacht und regional sind und ein Leben lang halten. Das ist nicht nur Couture und Luxus, sondern auch nachhaltig.» Jedes Stück wird mit einer persönlichen Notiz versehen, die erklärt, wo und wann das Tier gefunden wurde. Jedoch sagt es nichts darüber aus, ob es sich um ein angefahrenes oder überfahrenes Tier handelte. Das wäre laut Paquin ein «Abtörner» und werte das Produkt ab.

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AP Photo/Charles Krupa

Tierschutzorganisationen haben eine gespaltene Meinung zum Geschäftsmodell von Petite Mort. Es gäbe «nie eine Entschuldigung» Pelz zu tragen, sagt etwa Lisa Lange, Senior Vize-Präsidentin von PETA. Jedoch sei es «um einiges besser», Unfalltiere zu tragen als gezüchteter Pelz.

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AP Photo/Charles Krupa

Andere sorgen sich, dass Paquin dazu beiträgt, die Pelzindustrie, die weltweit jährlich 35 Milliarden Dollar einbringt, zu stärken. «Ein Betrieb, der das Tragen von Pelz als etwas Akzeptables verkauft, erzeugt eine höhere Nachfrage auf allen Bezugsquellen. Es schützt Pelzträger vor berechtigter Kritik», sagt Virginia Fuller von CEASE (Citizens to End Animal Suffering and Exploitation).

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AP Photo/Charles Krupa

Heidi Forbes Öste, eine Kundin von Petite Mort, ist überrascht über die Gegenwehr der Tierschutzorganisationen: «Sie sind kurzsichtig. Wir sollten Leute ermutigen, nachhaltigen Pelz zu tragen. Das sind Tiere, die bereits tot sind.» Kara Holmquist von der Massachusetts Society for the Prevention of Cruelty to Animals sagt dazu: «Wir finden, dass es einfach schlechter Geschmack ist.»

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