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Würdest du auch einen «Pussy Hat» aufsetzen?

Liebe Joëlle: Am 2. Februar demonstrierten in den USA Millionen Frauen gegen Donald Trump und trugen bei diesem Anlass rosafarbene Wollmützen. Dem Vernehmen nach selbstgestrickt, mit Katzenöhrchen – ein sogenannter «Pussy Hat». Am Internationalen Frauentag ist das neue feministische Kampf-Utensil auch auf unseren Strassen sichtbar geworden. Würdest auch du für deine Rechte zu Nadel und Wollknäuel greifen – oder liegt es dir fern, dich auf eine solche Weise zu uniformieren?

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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch)
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)

Lieber Herr Ramspeck

Die Bilder der pinken Frauenflut auf den Strassen haben sich in meinem Kopf eingebrannt. Ich wünschte, dass die einzigen Waffen, die wir für diesen Kampf bräuchten, Nadel und Wolle wären. Sind sie aber nicht. Wie Sie richtig sagen, ist die Mütze nur die Uniform, das Erkennungsmerkmal der Söldnerinnen. Die Waffen sind wir selbst. Trotzdem: Es ist nichts Besonderes, eine Frau zu sein. Und das ist positiv gemeint. Es ist schön und ich bin gern Frau, aber mir wurde nie eingeredet, mich deshalb anders verhalten oder mir andere Ziele stecken zu müssen. Ich gehöre als Frau zur Hälfte dieser Welt. Ich bin keine Randerscheinung, ich brauche keine Sonderregelung und ich muss mich nicht anders behandeln lassen. Leider hat das noch nicht die ganze Welt verstanden, und in dem Moment, in dem die Hälfte dieser Welt um ihre Gleichberechtigung bangt, ist es Zeit, sich zu erheben. Als Mensch. Weil Frauenrechte keine Frauensache sind. Und weil ich, wenn ich meine Stimme für Frauen erhebe, nicht für uns Frauen rede, sondern für unsere Gesellschaft. Ich habe keine Mütze. Ich kann auch nicht stricken. Aber vielleicht fahre ich am 18. März meine Krallen aus und wage den Versuch. Wenns misslingt, zählt meine Stimme auch ohne Mütze.

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