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«Beauty and the Beast»: Haarige Liebe

«Beauty and the Beast» ist eine Realverfilmung des Disney-Klassikers von 1991. Sie ist vom Charme ganz hin und weg – und auch er zieht seinen Pussyhat.

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Biest und Belle wie einst im Zeichentrick. play
Biest und Belle wie einst im Zeichentrick. Walt Disney Motion Film

Lukas Rüttimann sagt:

Es ist in diesen ­Tagen von unbewilligten Frauendemos und sendungs­bewussten Pussyhat-Trägerinnen ein etwas heikles Thema. Trotzdem: Besonders originell ist eine Neuverfilmung des Disney-Klassikers «Beauty and the ­Beast» nicht. Da hilft auch die Beteuerung wenig, man habe dem Stoff eine feministische Note verliehen. Remakes sind nun mal per se eine eher reaktionäre Sache.

Kommt dazu, dass die Aussage von «Beauty and the Beast» jedem Vollmacho aus dem Herzen spricht: Als gute Frau musst du bei deinem bösen Mann nur ein Auge zudrücken, dann kommts gut. Das könnte aus dem Parteiprogramm der Konservativen stammen. Allerdings hat Frauen-Aktivistin Emma ­Watson als Belle tatsächlich mehr Haare auf den Zähnen als ihre animierte Vorgängerin. Sogar einen Beruf darf sie haben, und mit Josh Gads Le Fou ist erstmals überhaupt eine offen schwule Figur Teil des Disney-Universums. Obwohl harmlos angedeutet, dürfte das die LGBT-Bewegung freuen.

Gefreut hat mich die opulente Umsetzung des Zeichentrickfilms. Hier wurde geklotzt, nicht gekleckert, und die Schauspieler ­haben sichtbar Freude an den tollen Kostümen, den wunderbaren Sets und den gelungenen Songs. Drei Sterne für den Film – und einen halben selbst gestrickten Pussyhat für den feministischen Anspruch

Bewertung: 3,5 von 4 Sternen.

Das sagt Carolina Küstermann:

Als das Original 1991 erschien, war ich drei Jahre alt – unter meiner «Die Schöne und das Biest»-Obsession litt die ganze Familie: Der Soundtrack lief während Autofahrten in Dauerschleife, natürlich wurde lauthals mitgesungen (ohne Textkenntnis). An der Fasnacht verkleidete ich mich drei Jahre lang in Folge als Belle, meine Schwester zwang ich dazu, das Biest zu mimen. Was heutzutage «Frozen» ist, liebe Kinder, war damals «Die Schöne und das Biest».

Dementsprechend waren meine Erwartungen an das Realfilm-Remake sehr hoch – vor allem an Emma Watson. Inhaltlich und optisch kommt das Ganze schon sehr nah ans Original ran, Nostalgiker kommen definitiv auf ihre Kosten. Watson, die vor ein paar Jahren die Rolle der Cinderella ablehnte, weil sie ihr zu passiv war, überzeugt als ungewöhnlicher Bücherwurm. Gaston, der von Luke Evans gespielt wird, macht jedem stattlichen Hengst Konkurrenz, und Lumière & Co. werden mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt. Nur das Original-Biest fand ich gruseliger. Wenn die verzauberte Schloss-Crew zu «Be Our Guest» durch das Speisezimmer wirbelt, ist bei Fans Gänsehaut garantiert, eventuell verdrückt der eine oder andere auch eine Träne. Wer das Original kennt, braucht das Plagiat nicht wirklich – eine schöne Erfahrung ist es trotzdem.

Bewertung: 4 von 4 Sternen.

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