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Da kann James Bond einpacken: Die 5 grössten Spione der Geschichte

Mit dem Kinostart von «Spectre» am 5. November sind alle Augen auf James Bond gerichtet. Im Vergleich zu diesen fünf echten Spionen, wirkt 007 jedoch wie ein harmloser Schuljunge. Hier sind die unglaublichen Biographien der grössten Spione der Geschichte.

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1. Virginia Hall - Die hinkende Dame

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Die gebürtige Amerikanerin meldete sich freiwillig bei der britischen Spezialeinheit (SOE) und agierte während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich. Zu ihren Aufgaben gehörten die Koordination der Résistance, Guerilla-Anschläge, Sabotage und abgestürzten Piloten die Flucht ermöglichen. Neben ihren Spionage-Aktivitäten war Hall ausserdem als Kriegsreporterin für die New York Post tätig. Wegen einer Verletzung wurde ihr Unterschenkel amputiert und durch eine Prothese ersetzt, in der sie oft Dokumente versteckte. Dies verschaffte ihr bei den Nazis den Spitznamen «Die hinkende Dame».

Die Gestapo versuchte verzweifelt Hall zu fassen und brachte Poster in Umlauf, worauf stand: «Sie ist die gefährlichste von allen alliierten Spionen und wir müssen sie finden und zerstören!»

1942 wurde sie beinahe von der Gestapo gefasst und konnte nur entkommen, indem sie durch die verschneiten Berge Spaniens flüchtete. Kurz nach ihrer Flucht meldete sie sich bei der neu gegründeten amerikanischen Spezialeinheit (OSS) und wurde kurzerhand wieder nach Frankreich geschickt. Bei der Gestapo hatte Hall den Codenamen «Artemis» - die griechische Göttin der Jagd.

2. Witold Pilecki - Der Spion, der freiwillig nach Auschwitz ging

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Der polnische Soldat Witold Pilecki liess sich im September 1940 absichtlich von den Nazis fassen, um vom KZ Auschwitz aus agieren zu können. Im Vernichtungslager angekommen, gründete Pilecki sofort eine Untergrund-Bewegung. Mit Pileckis Hilfe gelangten mehrere erfolgreiche Ausbrüche aus Auschwitz. Den Gefangenen gelang die Flucht als sie SS-Uniformen trugen und mit einem Wagen einfach rausfuhren. Er versuchte die Lage im KZ zu verbessern, indem er besonders grausame Offiziere liquidierte. Da die Offiziere nicht von den Insassen ermordert werden konnten, mussten sie eines natürlichen Todes sterben. Dies gelang ihm, indem er eine mit Typhus infizierte Läuse-Kolonie züchtete und diese auf die Offiziere übertrug.

Pileckis Hauptanliegen war es jedoch, die Alliierten über das Vernichtungslager aufzuklären. Es gelang ihm, mit gefundenen Schrottteilen ein funktionierendes Radio zu bauen, mit dem er über die Verbrechen im KZ berichtete. Er war einer der Ersten, die von den Gas-Kammern erzählten und nannte Auschwitz «einen anderen Planeten». Die Informationen gelangten zwar zu den Alliierten, aber sie glaubten dem Spion nicht und hielten die Berichte für viel zu übertrieben.

Pilecki tüftelte sogar einen Plan aus, um das KZ von innen aus zu stürzen. Im späten 1942 hatte Pilecki über 1000 Mitglieder unter seiner Führung und war überzeugt, dass sie das KZ wenigstens für kurze Zeit übernehmen könnten. Um eine erfolgreiche Übernahme zu sichern, hoffte Pilecki jedoch auf Unterstützung der Alliierten und der polnischen Untergrund-Armee. Diese hielten das Vorhaben allerdings für Selbstmord und ignorierten Pileckis Hilferufe. Nach 945 Tagen brach Pilecki aus dem KZ aus, schloss sich der Untergrund-Armee in Warschau an und kämpfte im Warschauer Aufstand mit. Nach dem Krieg wurde Pilecki wegen seinen anti-sowjetischen Ansichten von der Kommunistischen Regierung in Polen zum Tode verurteilt. 1995 wurde ihm postum der «Orden der Wiedergeburt Polens» verliehen.

3. Richard Sorge - Der Spion, der den Zweiten Weltkrieg entschied

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Als Hitler 1933 an die Macht kam, wurde Richard Sorge von Stalin nach Japan geschickt, um potentielle Gefahren für die Sowjetunion aufzuspüren. In Japan sammelte Sorge schnell wichtige Informationen, wie zum Beispiel die Pläne für den Angriff auf Pearl Harbor und das genaue Datum für die Operation Barbarossa (den Nazi-Feldzug gegen die Sowjetunion). Stalin glaubte dem Spion allerdings nicht und so starben Millionen von Soldaten.

Als die Sowjetunion später einen japanischen Angriff aus dem Osten fürchtete, war es Sorges Aufgabe, Hinweise auf einen möglichen Feldzug zu finden. 1941 verfasste er den kriegsentscheidenden Funkspruch, dass es keine Pläne für einen japanischen Angriff auf die Sowjetunion gäbe. Das veranlasste Marschall Schukow die in Sibirien stationierten Truppen ins Landesinnere ziehen zu lassen und so den Vormarsch der Nazi-Truppen zu verhindern. Die Sowjetunion gewann die Schlacht um Moskau und drängte die deutschen Truppen zurück.

4. Frederick Joubert Duquesne - Der Spion, der seine Schwester rächte

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Frederick Joubert Duquesne kämpfte im zweiten Burenkrieg (1902) für Südafrika gegen die britischen Truppen. Als Südafrika gegen die weitaus überlegene britische Armee verlor, ging er nach England und schloss sich den britischen Truppen an. Dies machte er jedoch nicht aus Resignation, sondern um den Briten von innen aus zu schaden. Zu dieser Zeit war er noch kein Spion, sondern nur getrieben von seinem Hass auf die Briten. Als er zu Hause ankam und realisierte, dass die Briten seine Schwester umgebracht haben und seine Mutter in ein Konzentrationslager steckten, plante Duquesne seine Rache.

Sein Plan war es, Kapstadt zu zerstören. Dort lebte Lord Kitchener, der für den Tod seiner Schwester verantwortlich war. Das Vorhaben flog auf und Duquesne wurde mit seinen Männern festgenommen.

Nach dem Krieg ging Duquesne nach Schottland, spürte Lord Kitchener auf und sprang das Boot auf dem er war in die Luft. Um einen möglichen Verdacht von sich zu lenken, täuschte Duquesne seinen eigenen Tod vor. In der New York Times verfasste er seinen eigenen Nekrolog und behauptete, dass er von einer Horde Amazonen getötet worden sei, während er seinen Schatz beschützte.

Es folgten Jahre, in denen er immer wieder geschnappt wurde und dann doch aus den Gefängnissen ausbrach, bis er sich im Zweiten Weltkrieg den Nazis anschloss. Er gründete in den USA den berüchtigten «Duquesne-Spionagering», der 33 Spione zählte. Der Spionagering wurde vom FBI gesprengt und J. Edgar Hoover, Leiter des FBI, beschrieb die Aushebung des selbigen als den grössten Erfolg der Spionageabwehr in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

5. Sidney Reilly - Die Vorlage für James Bond

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Für viele Historiker ist Sidney Reilly der Super-Spion des 20. Jahrhunderts. Gemäss eigenen Angaben hat er für mehrere Länder auf vier verschiedenen Kontinenten spioniert. Er liebte Luxus, Abenteuer, Glücksspiel und Frauen. In mehr als 20 Einsatzjahren stahl Reilly mehrere Waffenpläne, verhinderte Angriffe und sammelte unzählige Informationen. Als er die Frau eines russischen Ministers verführte und dadurch Informationen zu Waffenlieferungen erhielt, bekam er den Spitznamen «Ass der Spione».

1918 bekam er den Auftrag, die Bolschewiki in Russland zu stürzen und ein Attentat auf Lenin durchzuführen. Das Attentat misslang und Reilly wurde zum Tode verurteilt.

Der Spion und Schriftsteller R. H. Bruce Lockhart, der Reilly bei vielen Missionen begleitete, war eng mit Ian Fleming, dem Erfinder von James Bond, befreundet. Die Berichte über Reilly und vorallem seine Gentlemen-Art, beeindruckten Fleming sehr und veranlassten ihn, die Figur des James Bond zu erschaffen.

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