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«Eine Affäre ist das Ende»: Diese 8 Beziehungs-Mythen schaden deiner Partnerschaft

Floskeln hören wir so oft, dass wir sie irgendwann glauben. Aber gerade bei denen, die sich um Beziehungen drehen, ist Vorsicht geboten. Sie und die damit ausgelösten Erwartungen sind Gift für eine Partnerschaft. Experten verraten, welchen Irrglauben du unbedingt ablegen solltest.

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1. Liebe heilt alles 

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Natürlich können Partner eine wichtige Rolle im Heilungsprozess spielen. Ihre Liebe kann aber unmöglich all deine Probleme lösen. «Das Problem ist, dass der Partner in die selben Wunden deiner Vergangenheit stechen kann», sagt die Psychotherapeutin Abby Rodman. «Das liegt daran, dass wir uns oft unbewusst Partner aussuchen, die bei uns emotionale Reaktionen auslösen, die uns bekannt sind - selbst die ungesunden. Du kannst deine Probleme höchstens anerkennen und deinen Partner bitten, dasselbe zu tun. Wenn dir einmal bewusst geworden ist, was das für Wunden sind und was sie wieder aufleben lässt, könnt ihr euch gegenseitig unterstützen und eure emotionalen Landminen umgehen.»

2. Nie im Streit schlafen gehen

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Das Problem an diesem Ratschlag ist, dass jegliche Missstimmung in einer Beziehung als ungesund und unhaltbar sei. Probleme anzusprechen und aus der Welt zu schaffen macht eine Partnerschaft stärker. Bist du aber zu müde oder hast keinen klaren Kopf, führt die Diskussion meist zu nichts, wenn nicht sogar zu einem grösseren Krach. Amanda Deverich, eine Ehe- und Familientherapeutin sagt: «Vor allem in einer Beziehung, in der ein Partner das Problem lösen will und der andere sich davon zurückzieht, soll man den Streit über Nacht ruhen lassen. Derjenige, der sich zurückzieht braucht Zeit und Abstand, um sich zu sammeln und wieder in das Gespräch zurückzufinden.»

3. Dein Partner sollte wissen, was du willst und wie du dich fühlst

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Sei nicht beleidigt, wenn deine bessere Hälfte nicht alleine drauf gekommen ist, dass du einen schweren Tag hattest und dich über einen ruhigen Abend zu zweit gefreut hättest. «Dein Partner ist kein Hellseher», erinnert Rodman. «Ich erlebe auch oft in der Therapie, dass der eine zu wissen meint, wie der andere sich fühlt und dann wütend wird, wenn der andere nicht entsprechend reagiert. Das lässt sich mit klarer Kommunikation leicht aus der Welt schaffen.»

4. Nach einer gewissen Zeit zusammen ist die Hochzeit der nächste logische Schritt

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«Jemanden zu heiraten, nur weil ihr so viel Zeit in die Beziehung investiert habt, ist der Garant für ein Desaster», sagt Gauvain. «Dieser Mythos war der meistgenannte Grund, weshalb Leute zusammenblieben, obwohl die Beziehung schon lange am Ende war.» Eine von Gauvains Klientinnen, die ihren Schulschatz heiratete, erklärte ihre «Lass uns schon endlich heiraten»-Einstellung so: «Er war kein schlechter Kerl aber ich liebte ihn nicht so, wie ich dachte, dass man jemanden lieben sollte. Er war klug, hatte einen guten Job, aber wir waren wie Mitbewohner und nicht wie Seelenverwandte. Als er um meine Hand anhielt, schien es mir wie der nächste logische Schritt - als ob man eine Beförderung annehmen würde. Ich wollte niemanden enttäuschen und die Gefühle meines Verlobten nicht verletzen. Aber ganz tief drin wusste ich, dass ich einen grossen Fehler begehe. An unserem Hochzeitstag fühlte ich mich wie eine Schauspielerin. Drei Jahre später haben wir die Scheidung eingereicht.»

5. Keine Beziehung überlebt eine Affäre

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Einmal ein Betrüger, immer ein Betrüger. Das denken sich immer noch die meisten Menschen und sehen in einer Affäre den Todesstoss für eine Ehe oder eine langjährige Beziehung. Ehetherapeutin Deverich aber unterstützt die Einstellung von Sexexperte Dan Savage: Eine einzige Tat der Untreue muss keine Beziehung töten. «Der ‹Ich könnte einer Affäre nie vergeben›-Mythos wird von den Menschen aufrecht erhalten, die nie einen Betrug erleben mussten und nicht fähig sind, darüber zu reden, wie man einen überstehen könnte», sagt Deverich. «Sich an diesen Mythos zu halten ist giftig. Vergebung und die Wiederherstellung einer Partnerschaft ist ein langer, schwieriger Prozess aber kann in einer Beziehung enden, die sogar stärker ist als davor. Die Realität ist, dass bei vielen Paaren die Affären überstehen, sich ihre Beziehung manchmal sogar verbessert.»

6. Alte Geschlechterrollen bewähren sich

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Wieso sich an veraltete Geschlechtererwartungen halten, wenn sie nicht zu euch als Paar passen? «Nur weil er ein Typ ist, kann er sich nicht besser um die Gartenarbeit und die Finanzen kümmern, als um ein Kind», sagt Deverich. «Der Geschlechterrollen-Mythos ist gefährlich, weil er die Individuen, wie auch das Paar, als Ganzes einschränkt. Es gibt Männer, die bessere Köche oder emotional bewusster sind als ihre Partnerinnen. Und manche Frauen sind besser im Regeln von Finanzen oder beim handwerklichen Arbeiten. Werden Aufgaben nach Geschlecht verteilt, gehen erstens die wahren Talente des einzelnen Partners unter und zweitens kann eine Frustration beider Partner ausgelöst werden.»

7. Dein Partner ändert sich nach der Hochzeit

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Du hasst es, wie er mit seiner Mutter umgeht oder wie ihr Temperament immer wieder mit ihr durchgeht? Das wird sich nach dem «Ja, ich will» nicht ändern. Die Sozialarbeiterin Jennifer Gauvain erklärt: «Die Leute ändern sich nicht, nur weil du das willst. Schlechte Angewohnheiten werden nicht abgelegt, nur weil plötzlich ein Ring am Finger ist. Du kriegst, was du siehst.»

8. Deiner Beziehung kann nichts mehr passieren, wenn du erstmal verheiratet bist

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«Wäge dich nicht in Sicherheit, nur weil du Ringe ausgetauscht hast», warnt Rodman. «Alle Beziehungen sind verletzlich und vertragen etwas Zuwendung. Eine Hochzeit macht noch keine Ehe. Die braucht Aufmerksamkeit. Sie verlangt deine Zeit, dein Engagement und deinen Fokus. Wie ich immer meinen Söhnen sage, wenn sie in einer Beziehung sind: ‹Sei gut zu ihr, sonst ists ein anderer.›»

Diese Tipps sind Auszüge aus einer Befragung der «Huffington Post».

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