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Generation-Clash: Beleidigen dich Plakate mit nackten Frauen?

Liebe Joëlle, fühlst du dich angesichts eines Plakats mit einer Leichtgeschürzten beleidigt? Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat «sexistische» Werbung in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Auch in der Schweiz rüsten Gleichstellungsbüros und eine SP-Nationalrätin gegen die Verwendung des weiblichen Körpers zu kommerziellen Zwecken zum Angriff. Sollen sie Erfolg haben? Oder macht es dir nichts aus, ein Wesen zu sein, das man im Bikini für eine verkaufsfördernde Massnahme hält?

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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch)

Lieber Herr Ramspeck

Schlagen wir im Duden die Definition von «Sexismus» nach: «Die Vorstellung, nach der eines der beiden Geschlechter dem anderen von Natur aus überlegen sei» und «die daher für gerechtfertigt gehaltene Diskriminierung (...) aufgrund ihres Geschlechts.» Wenn eine Frau für kommerzielle Ziele als Objekt der Begierde verkauft wird, stösst dies einer breiten Masse sauer auf. Weil eine Frau, die ihren Körper zeigt, zu verachten ist? Londons neuer Bürgermeister handelt richtig: Sein Machtwort richtet sich nicht gegen «sexistische» Werbung, sondern gegen solche, die ein «unrealistisches oder ungesundes Körperbild» vermittelt. Vor allem solche, die sexualisiert. Das hat mit Sexismus weniger zu tun als mit Moral. Wir stumpfen ab, wenn es um unsere Intimität geht. Wir sind abgebrüht. Die Tendenz, dass Sex so sehr nach aussen getragen wird, dass wir keine Scham mehr empfinden, ist bedenklich. Damit Sex etwas Wundervolles bleibt, darf er nicht ständig in Übergrösse an Hauswänden hängen. Weder eine nackte Frau noch ein nackter Mann darf zum Feindbild werden. Wer sich zeigen will, soll dies tun dürfen, das ist Teil unserer freien Welt. Aber wir dürfen keinen Selbstzerstörungsknopf drücken.

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