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Generation-Clash: Wie finden Sie einen «Playboy» ohne Nackte?

Lieber Herr Ramspeck Ich denke mir, der «Playboy» mit seinen nackten Busen muss in der verklemmten Zeit, als Sie ein junger Mann, erst recht ein pubertierender Bub waren, wahnsinnig heiss gewesen sein. Jetzt erfahre ich, dass die amerikanische Ausgabe des Männermagazins Frauen nur noch in Kleidern abbildet. Argument: Das Angebot an Nackt-Bildern sei im Internet derart gross, dass der «Playboy» sowieso nicht mehr mithalten könne. Wie sehen Sie das in Ihrem Alter?

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Young Küken Joëlle Weil (joëlle.weil@ringier.ch) play
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Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch) play
Elder Statesman Jürg Ramspeck (jürg.ramspeck@ringier.ch)

Liebe Joëlle

In der Tat: Der «Playboy» war in meiner Jugendzeit ein gewaltiger Aufreger. Auch wenn wir behaupteten, ihn hauptsächlich seiner brillanten Interviews wegen zu lesen. Selbstverständlich konsumierten wir aber zuerst die Aufklappseite sowie die Fotostrecken, ehe wir uns eventuell auch noch seinem intellektuellen Beiwerk zuwandten. Der Riesenerfolg des «Playboy» bestand darin, dass er uns an etwas teilhaben liess, was im realen Leben nicht vorkam: dass sich eine Hochglanz-Schönheit unaufgefordert vor uns auszog. Wenn auch unten herum, damit das Heft die Zensur passierte, etwas retuschiert. Das Blatt hat uns eingeredet, wir streiften unsere Kleinbürgerlichkeit ab, wenn wir es unverklemmt am Kiosk verlangten. Es liegt auf der Hand, dass man heute keinen «Playboy» mehr benötigt, um zur Anschauung nackter weiblicher Anatomie zu gelangen, weshalb das Magazin es jetzt mit einer «ideologischen» Kehrtwendung versucht. Die Auszieh-Damen im «Playboy» waren eigentlich immer aseptische Kunstprodukte und mussten in der Fantasie er-gänzt werden. Diese Mühe erspart uns die zugänglich gewordene Pornografie. Die öde Wirklichkeit hat die Illusion verschlungen.

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