Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Genuss: Südliche Winter-Pasta

Bohnen und Kabis schmecken in einem Teigwaren-Gericht modern.

, Aktualisiert 17 Reax
teilen
teilen
15 shares
Befreit von traditionellen Rezeptfesseln: Gartenbohnen. play
Befreit von traditionellen Rezeptfesseln: Gartenbohnen. zvg
Spaghetti Genovese mit Zedernnuss-Pesto play
Spaghetti Genovese mit Zedernnuss-Pesto Keystone

Die Ankündigung, «heute gibts Chabis», ruft lange Gesichter hervor. Alles, was «chöhlelet» – womöglich mit den «Grosi»-Beilagen Fleisch, Kartoffeln, einer dicken Sauce – lockt vor allem Kinder kaum an den Tisch. Sagt man aber «ich mache Pasta», freut sich die Familie. Der Trick ist, beide als kulinarisches Gespann zu präsentieren. Kabis-gewächse oder grüne Bohnen bringen Abwechslung ins Einerlei von Arrabiata und Bolognese und schmecken auf einmal nach Süden. Tatsächlich kennen Italiener diese Kombi auch – zum Beispiel als «Trofie al Pesto» – Ligurische Nudeln mit Pesto. Trofie sind gedrehte Nudeln aus Hartweizengriess; die echten werden in Sori in Ligurien hergestellt. Fusilli gehen aber genauso gut. Ausser den Trofie gehören festkochende Kartoffeln und grüne Bohnen ins Rezept.
Die grünen Bohnen zu putzen ist kein grosser Aufwand, heutige Sorten haben kaum noch «Fäden». Sie kommen zusammen mit den geschälten und gewürfelten Kartoffeln in einen Topf Salzwasser, wo sie etwa 20 Minuten garen. Die Bohnen sollten vorher klein geschnitten werden, auf jeden Fall halbiert, so lassen sie sich bequem mit dem Löffel essen.

Die Pasta kocht separat in einem anderen Topf, sie braucht etwa sechs bis zehn Minuten. Das Pesto aus Basilikum, Knoblauch, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan gibts im Laden, man kann es aber auch selber machen (detailliertes Rezept auf einfach-schnell-gesund-kochen.de.
Für diese Art ländliche Eintöpfe eignen sich Gartenbohnen besser als die zarten Haricots verts, die viel Arbeit beim Rüsten machen und fast zu fein schmecken. Eine weitere mögliche Variante sind Spaghetti mit Federkohl, auch er ein Kerl, dessen kräftiger Geschmack die Abmilderung durch Pasta vertragen kann. Dazu den Federkohl in zwei Zentimeter-Streifen schneiden und ihn etwa sechs Minuten vor Ende der Kochzeit zu den Spaghetti geben und mitkochen. Zum Druntermischen dämpft man in der Pfanne geschnittene Zwiebeln, Knoblauchscheiben und Speckwürfeli. Zum Schluss etwas Sbrinz über das Gericht hobeln (Rezept: Betty Bossy, Winter-Spaghetti).
Sogar die wirklich deftigen Sachen wie Kabis, ja sogar Rosenkohl, eignen sich zu Pasta-Gerichten. Rezepte finden sich im Internet. Free-Style geht aber auch, denn die Wintergewächse sind nicht so empfindlich. Faustregel: Nicht zu feine Teigwarensorten wählen, hauchdünne Spaghettini zum Beispiel kommen nicht an gegen den Geschmack ihrer kräftigen Begleiter. Besser sind Pappardelle, Fettucine – oder eben Trofie. Zwiebeln und Knoblauch  passen immer. Wenns ohne Fleisch nicht geht, ein paar Schüblig-Scheiben. Zutaten mit delikaterem Aroma wie Lachs gehen geschmacklich unter. Ist Käse erwünscht, eignen sich kraftvolle Sorten wie Schafskäse oder Roquefort.
Kabis oder Bohnen können auch ­asiatisch zubereitet werden. Das Gemüse scharf anbraten, unter Asien-Nudeln mischen und asiatische Gewürze wie einen Schuss Sojasauce­ zugeben.
 

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Bilder des Tages

Mehr zum Thema

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren

Social Stream


Das könnte dich auch interessieren

Bilder des Tages

Pipilotti in ihrem rosa Tram
4 Reax

Heiss auf Blick am Abend

Schnügel des Tages

Schnügel vom 02.12.2016
1 Reax