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Kino: Auf dünnem Seil

«The Walk» bietet atemberaubende Hollywood-Action in luftiger Höhe. Doch nur sie ist von dem Balanceakt restlos begeistert.

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Trailer «The Walk»

«The Walk»

Abstract: Zwölf Menschen haben bisher den Mond betreten, aber nur ein Mann hat jemals die grosse Lücke zwischen den Türmen des World Trade Center auf einem Drahtseil überquert: Philippe Petit. Unter der Anleitung seines Mentors Papa Rudy und gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe internationaler Helfer überwinden sie eine Menge Widerstände, Vertrauensbrüche, Meinungsverschiedenheiten und Risiken, um ihren verrückten Plan durchzuführen.

Länge: 100 Min.

Land: USA

Besetzung: Ben Kingsley, Charlotte Le Bon, Joseph Gordon-Levitt, Adam Bernett, Ben Schwartz, Benedict Samuel, Christina Kelly

Regie: Robert Zemeckis

Das sagt Lifestyle Reporterin Tanya König

Einfach das Wort Zweifel durch Glaube ersetzen – und Philippe Petit ist in der Lage, Berge zu versetzen. So erklärt der Seiltänzer in einem TED-Vortrag 2012 seine schwindelerregenden Auftritte. Am 7. August 1974 spannte der Franzose ein Seil zwischen die Türme des World Trade Center in New York und balancierte darüber.

Menschen wie Philippe Petit inspirieren mich. Er hat das Unmögliche möglich gemacht, und keiner wird es ihm je nachmachen können: Die Zwillingstürme gibt es nicht mehr. Auch deshalb fasziniert «The Walk». Im 3D-Biopic von Forrest-Gump-Regisseur Robert Zemeckis erleben wir den waghalsigen Balanceakt fast wie am eigenen Leib. Wir verfolgen, auf zwei Stunden komprimiert, die sechsjährige Vorbereitung und erfolgreiche Umsetzung.

Dabei spielt Joseph Gordon-Levitt den Hochseilartisten Petit ganz gross. Mal fungiert er als Hauptfigur, mal ist er Erzähler; dann spricht er Englisch, bevor er von seinen Französischkenntnissen Gebrauch macht. Das Ganze wirkt etwas kurios und märchenhaft à la Tim Burton und bringt das Publikum zum Träumen.

Wer es weniger skurril mag, kann sich immer noch den Dok-Film über Petit, «Man on Wire»,   anschauen oder seinen TED-Talk online anhören. 

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Das sagt Film-Redaktor Lukas Rüttimann

Mit Höhen habe ich es nicht so. Keine Ahnung weshalb. Im jugendlichen Alter bin ich als Dachdecker mit Ziegeln in den Händen über steile Zinnen gelaufen. Kein Problem. Heute würde ich einen Ferienjob mit Bodenhaftung definitiv bevorzugen.

Für Leute wie mich ist «The Walk» also eine Herausforderung. Doch auch sonst braucht es Mut, sich der Verfilmung jenes Wahnsinns zu stellen, den der französische Artist Philippe Petit im Jahr 1974 vollbracht hat. Denn mit Robert Zemeckis («Beowulf», «Cast Away») hat sich ein Spezialist für visuelle Effekte und lebensnahe Kinoerfahrung der Sache angenommen. Vor allem im letzten Drittel von «The Walk» beweist der Regisseur sein Können: Atemberaubend real, wie Zemeckis den Drahtseilakt zwischen den beiden Türmen des World Trade Center auf über 400 Metern Höhe inszeniert. Der Wind pfeift einem um die Ohren, und Hinunterschauen ist nicht nur für Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt eine schlechte Idee.

In der Stunde davor ist «The Walk» dagegen ein nostalgisch angehauchtes, eher zähes Heist-Movie. Ein Gaunerfilm, der die logistische Seite von Petits Vorhaben mehr würdigt als die Figuren. Wie gut das alles ist? Keinen blassen Schimmer – in diesen Streifen bringen mich keine tausend Pferde.

Bewertung: 2 von 4 Sternen

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