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Kino: Der es gut mit dem Wolf kann

Mit «Wolf Totem» kehrt Altmeister Jean-Jacques Annaud zurück zum Tierfilm – und zu China als Drehort. Den Kritikern gefällts.

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«Der letzte Wolf» - Trailer

«Wolf Totem»

Abstract: Im zweiten Jahr von Maos «Kulturrevolution» wird der junge Student Chen Zhen in die Innere Mongolei geschickt. Er soll den Nomaden dort Lesen und Schreiben beibringen. Sein Auftrag ­gerät allerdings schon bald zur Nebensache. Der junge ­Student ist fasziniert von der grenzenlosen Natur und den umherstreifenden Wölfen. Als die chinesische ­Regierung die Ausrottung der Tiere beschliesst, bringt Chen einen Welpen in Sicherheit. Er zieht ihn heimlich auf und entdeckt nach und nach den Wert eines Lebens in Freiheit.
Länge: 121 Min
Land: Frankreich / China
Besetzung: Shaofeng Feng, Shawn Dou, Ankhnyam ­Ragchaa, Ba Sen Zha Bu
Regie: Jean-Jacques Annaud

Das sagt Lifestyle Reporterin Tanya König

Jean-­Jacques Annaud hat in China gedreht. Ironie der Geschichte: Nach seinem Film «Sieben Jahre in Tibet» (1997) hatte China ein lebenslanges Einreiseverbot über ihn verhängt. Doch plötzlich brauchte die Volksrepublik den französischen Regisseur. Denn wenn es darum geht, mit Wölfen zu drehen, kommt niemand eher in Frage als Jean-Jacques Annaud.
Mit «The Bear» und «Two Brothers» hatte er bereits gezeigt, dass er ein Händchen und das Auge für Raubtiere hat – und er akzeptierte die Anfrage der China Film Group. So läuft das Geschäft mit der Volksrepublik: pragmatisch und unbe­rechenbar.
In «Wolf Totem» sehen wir das Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Tier und wie das Öko­system leidet, wenn die Beamten der Kommunistischen Partei alle Wölfe ­töten lassen wollen. Während die Kamera die weite Landschaft der Inneren Mongolei zeigt und sich eine Reise dorthin somit fast er­übrigt, kommt die Handlung teilweise etwas stumpf daher. Schade, denn der Hauptdar­steller Feng Shaofeng und die während rund drei Jahren trainierten Tiere wirken so authentisch.
Der Samen für weitere chinesisch-französische Co-Produk­tionen ist aber gesät. Und als Sinologie-Studentin freue ich mich natürlich ­darauf!­

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Das sagt Film-Redaktor Lukas Rüttimann

Wölfe haben derzeit Hochkonjunktur im Kino. Und ­immer wenn ­Canis lupus im Film auftaucht, wirds esoterisch und metaphorisch überladen. Nicht nur in «Schellen-Ursli» steht der Wolf für die Natur – ihre Anmut, ihre Schönheit, ihre Freiheit, aber auch für ihre Unbe­rechenbarkeit und Grausamkeit.
Auch in «Wolf Totem» ist es nicht anders. Der Wolf sei ein grausames Tier, sagt dort der Student mit Bildungsauftrag für das Naturvolk in der Mongolei. Nein, sagt der Nomade, «die Gazellen sind grausam, weil sie den anderen Tieren ­alles Gras wegfressen».
Wer sich bei solchen Weisheiten am liebsten Gras zum Rauchen greift, ist mit diesem Film gut bedient. Grandios, wie Altmeister Jean-Jacques Annaud («Seven Years in ­Tibet») Stimmung und Landschaft eingefangen hat. Wie bei Annauds Esoterik-Kollegen Terrence Malick kann man den Wind im Gras ­(jenem auf der Leinwand) förmlich spüren; und die end­losen Weiten und wunderbaren Steppen machen so richtig Lust aufs Reisen. Bei mir allerdings auch auf ­einen Streifen mit weniger schöngeistigem Überbau. Bei «Howl», dem anderen Wolf-Film, den ich diese Woche ­gesehen habe, reisst ein Werwolf arme Pendler in einem stecken ­gebliebenen Zug in Stücke. Garantiert frei von Metaphern – dafür ziemlich lustig.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

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