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Kino: Jedem sein «Heidi»

Die Neuverfilmung von Johanna Spyris «Heidi» bringt die Kritikerin so richtig ins Schwärmen. Sein Urteil ist durch japanische Zeichentrickfilmserien beeinflusst.

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«Heidi»-Trailer

«Heidi»

Abstract: Die glücklichsten Tage ihrer Kindheit verbringt das Waisenmädchen Heidi ­zusammen mit ihrem eigenbrötlerischen Grossvater, dem ­Alpöhi, abgeschieden in einer Holzhütte in den Schweizer Bergen. Zusammen mit ihrem Freund, dem Geissenpeter, ­hütet sie die Ziegen und ­geniesst die Freiheit in den Bergen. Doch die unbeschwerte Zeit endet, als Heidi von ihrer Tante Dete nach Frankfurt gebracht wird. Dort soll sie in der Familie des reichen Herrn Sesemann eine Spielgefährtin für die im Rollstuhl ­sitzende Tochter Klara sein.

Länge: 110 Min.

Land: Schweiz / Deutschland

Besetzung: Anuk Steffen, ­Quirin Agrippi, Katharina Schüttler, Jella Haase, Bruno Ganz, Maxim Mehmet

Regie: Alain Gsponer

Das sagt Lifestyle Reporterin Tanya König

Diesen Sommer habe ich meinen besten Freund vermisst. Er hatte keine Zeit, weil er als Schnitt-Assistent engagiert war: «Heidi» komme in einer Neuverfilmung von Alain Gsponer («Das kleine Gespenst») ins Kino. Er vertröstete mich mit der Behauptung, ich werde von diesem Film überrascht sein.
Er hat nicht zu viel versprochen. Erleichtert bin ich, als ein Mädchen erscheint, welches nicht dem Klischee entspricht, das am Zürcher Flughafen in einer Werbung, untermalt vom Muhen der Kühe, zu sehen ist. Die quirlige Anuk Steffen bringt mit ihrem Enthusiasmus ­Leben in den sonst trostlosen Alltag des ­Alpöhis, der von Bruno Ganz genau richtig verkörpert wird.
Mit ihren Fragen, ob der Opa nur einen Stuhl besässe, durchdringt sie seine Schale und bringt den ­Alten zum Nachdenken. Genauso wie sie in Frankfurt – trotz Heimweh – das bürgerlich-langweilige Haus auf den Kopf stellt und den Zuschauer zum Lachen bringt.
Wenn sie dann aber die Berge vermisst, so spürt man den Schmerz fast am eigenen Leib. Ähnlich wie bereits Jonas Hartmann in «Schellen-Ursli» begeistert die junge Darstellerin mit ihrer natürlichen Leinwandpräsenz. «Heidi» ist grosses Kino für die Kleinen. Aber definitiv nicht nur.

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Das sagt Film-Redaktor Lukas Rüttimann

Das Schöne an Klassikern ist, dass jeder etwas Persönliches mit ihnen verbindet. Bei mir sind es unschuldige TV-Nachmittage mit der japanischen Anime-Version, die mir im Zusammenhang mit «Heidi» noch vor der Kinder­serie von 1978 in den Sinn kommt.
Nicht gerade die beste Voraussetzung, um einer neuen «Heidi»-Verfilmung etwas abzugewinnen. Dennoch hat mich der Film von Alain Gsponer gepackt. Einerseits dank seiner ungekünstelten Stimmung, zum anderen durch die Darsteller: Anuk Steffen als Heidi, Bruno Ganz als Alpöhi und Quirin Agrippi als Geissenpeter sind gross­artig besetzt. Dazu kommt, dass der Film erstaunlich nahe an der Vorlage von Johanna Spyri bleibt. Das funktioniert in diesen Tagen besser denn je. Denn Heidis Geschichte von Entwurzelung und Identitäts­findung ist zeitlos, aber auch aktueller denn je.
Etwas zu bemängeln gibt es dennoch. Im ­direkten Vergleich ist «Schellen-Ursli» trotz kleinerem Budget visuell stimmiger, und der Frankfurt-Teil ist für meinen Geschmack zu lange ausgefallen. Kommt dazu, dass ich den Geissenpeter nicht ganz so kantig in Erinnerung hatte. Doch vielleicht sollte man dem ­Urteil von einem, dessen «Heidi»-Kompetenzen aus japanischen Zeichentrickfilmen stammen, nicht allzu viel Beachtung schenken.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

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