Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Kino: Kleiner Kopf – grosses Drama

Den Zeichnern von Pixar ist erneut ein Geniestreich geglückt: In «Inside Out» spielen die Gefühle die Hauptrolle – und zwar wortwörtlich.

, Aktualisiert 26 Reax
teilen
teilen
15 shares
«Inside Out» - Trailer

«Inside Out»

Abstract: Die elfjährige Riley wird aus ihrem Leben in Minnesota gerissen, als ihr Vater einen neuen Job annimmt. Die Familie zieht nach San Francisco, und die Gefühle im Kontrollzentrum von Rileys Verstand haben zu tun: Freude will das Positive heraus­stellen, doch Angst, Wut, Ekel und Traurigkeit behalten die Oberhand. Die Gefühle sind sich uneins, wie sie Riley durch den neuen Alltag navigieren. Als Freude und Traurigkeit verloren gehen, müssen sie ins Kontrollzentrum zurückfinden. Sonst könnte Riley eine Dummheit begehen.

Länge: 94 Min.

Land: USA

Besetzung: Amy Poehler, Bill Hader, Diane Lane, Kyle MacLachlan, Lewis Black, ­Mindy Kaling, Phyllis Smith

Regie: Pete Docter

Das sagt Film-Redaktor Lukas Rüttimann

Schon lange frage ich mich, wo die Jungs von Pixar ihre ge­nialen Ideen herhaben. Bei «Inside Out» habe ich nun einen Verdacht: Irgendeiner muss Otto Waalkes’ legendären Sketch «Der menschliche Körper» ge­sehen haben (Sie wissen schon, «Grosshirn an alle: ÄRGERN!») und hats als Story adaptiert. Allerdings spielen bei «Inside Out» nicht Ottos Organe, sondern Gefühle die wortwörtliche Hauptrolle.
Aber sonst? In bester Waalkes-Manier fetzen sich in der Gehirn­zentrale Emotionen wie Freude, Angst und Wut, während das kleine Mädchen Riley mit dem Umzug in eine neue Stadt zu kämpfen hat. Dass das technisch hervorragend gemacht ist, versteht sich bei Pixar von selbst. Doch der Film ist weit mehr als nur die lange Version einer lustigen Nummer. «Inside Out» veranschaulicht den komplexen psychologischen Vorgang der Trauerarbeit auf simple und amüsante Weise. So schafft er Verständnis – etwa dafür, dass jeder sein Kreuz als das schwerste empfindet. Und im Finale erfährt man, dass erst die Versöhnung mit der Trauer die Voraussetzung für neues Glück schafft.
Klar: Als Weisheit könnte das alles auch auf einem Zuckerbeutel stehen. Doch nicht mal Otto hat es geschafft, Tiefgründiges für Alt und Jung so spielerisch rüberzubringen. Grosshirn an Hand: «Einer der besten Filme des Jahres» tippen!

Bewertung: 4 von 4 Sternen

Das sagt Lifestyle Reporterin Tanya König

Das Ziel der Kunst ist, das für uns Undefinierte zu berühren. Dass sich ein Animationsfilm diesem Ideal nähert, überrascht mich! Doch beim zweiten Gedanken wird klar, dass gerade dies die Macht eines Trickfilms ist: Wie sonst können wir das Vergessene und ins Unbewusste Verdrängte darstellen? Während der Zuschauer in Sci-Fi-Filmen oft durch das Universum fliegt, reisen wir hier für einmal in die Tiefen unserer inneren und nicht minder spannenden Welt. Wäre der Begründer der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jung noch am Leben, er wäre entzückt!
In «Inside Out» zeigt Pixar in zwei parallel ablaufende Geschichten, was in unserer Psyche passiert, wie sich dies auf unser tägliches Handeln auswirkt und umgekehrt. Zwei Geschichten in einem Film? Das Eintrittsticket hat sich also doppelt gelohnt!
Dass die Figuren wie immer liebenswürdig, eigenartig und witzig sind, darf man von Pixar mittlerweile erwarten, doch so entzückend wie hier habe ich sie noch nie empfunden.
Das Animationsfilm-Studio hat einmal mehr bewiesen, dass es vor allem Filme für Erwachsene macht, die Kinder aber auch sehen dürfen, und bekommt so meine höchste Anerkennung.

Bewertung: 4 von 4 Sternen.

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Bilder des Tages

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren

Social Stream


Das könnte dich auch interessieren

Bilder des Tages

In den Flieger «hineinfliegen»
1 Reax

Heiss auf Blick am Abend

Schnügel des Tages

Schnügel vom 09.12.2016
2 Reax