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Kino: Wunderbar altmodisch

Er und sie sind sich einig: Mit «Bridge of Spies» zeigt Steven Spielberg mal wieder, dass er ein brillanter Geschichtenerzähler ist.

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«Bridge of Spies» – Trailer

«Bridge of Spies»

Abstract: Vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs erzählt der Thriller die Geschichte des ­Anwalts James Donovan aus Brooklyn, der plötzlich in das politische Weltgeschehen ­ver­wickelt wird. Donovan wird vom CIA beauftragt, einen ­russischen Spion zu verteidigen und die ­Freilassung eines in der UdSSR verhafteten ­US- Piloten zu erwirken. Eine Aufgabe, die sich als nahezu ­unmöglich erweist.

Länge: 135 Min.

Land: USA

Besetzung: Alan Alda, Amy Ryan, Tom Hanks, Austin ­Stowell, Billy Magnussen, Brenda Kuciemba, Brian ­Hutchison, Burghart Klaussner, Daniela Schulz, David L. Price, Dominick Lombardozzi, Doris McCarthy, Sebastian Koch

Regie: Steven Spielberg

Das sagt Film-Redaktor Lukas Rüttimann

Lichtgestalten ­haben ­vielfach schon ­hellere Zeiten erlebt. Bei Steven Spielberg indes konnte nicht mal ein persönliches Treffen mit ihm am ­Mythos kratzen. Vielleicht lags am Jetlag, vielleicht an der Cognacsauce zum Lunch – doch als ich ihm vor ein paar Jahren mal gegenübersass, meinte ich tatsächlich jene Magie aus seinen besten Filmen zu verspüren.
Auch in «Bridge of Spies» ist ein Könner am Werk. Spielberg weiss einfach, wie man Zuschauer in eine Geschichte entführt. Wunderbar, wie konsequent altmodisch der ­Regisseur ­seinen auf Tatsachen beruhenden Spionage-Thriller durchzieht. Das Tempo ist gemächlich, die ­Autos sind riesig, die Worte weise, und die Tische und Stühle ächzen und knarren, wenn sie verschoben werden.
Dazu passt, dass «Bridge of Spies» ausser Tom Hanks kaum Stars bietet. Spielberg verlässt sich auf seine fantastischen Darsteller aus der zweiten Reihe. Dass die Glorifizierung amerikanischer Werte eher plump daherkommt, verzeiht man ihm. Schliesslich spiegelt das die schwarz-weisse Weltanschauung im Kalten Krieg.
Schön also, kann man sich wenigstens im Kino noch auf Licht­gestalten verlassen. Solange Spielberg keine Fussballturniere organisieren muss, dürfte sich daran auch wenig ändern.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

Das sagt Lifestyle Reporterin Tanya König

Einen Staatsfeind aufrichtig zu verteidigen, braucht Mut. Zu den Mutigen gehörte der amerikanische Anwalt James Donovan, der während des Kalten Krieges den sowjetischen Spion Rudolph Abel im Gerichtssaal vertrat.
Steven Spielberg und Tom Hanks haben sich einmal mehr zusammengetan, um die wahre Geschichte eines Einzelgängers zu erzählen. Trotz der Langsamkeit der Erzählung und der Länge des Films kommt keine Langeweile auf. Die Spannung zwischen Ost und West spürt man in eingestreuten Aktionen, wenn sich etwa Kinder auf ­einen befürchteten Atombombenanschlag vorbereiten, oder wenn ­Familien durch den Mauerbau in Berlin auseinandergerissen werden.
Dabei sind die Szenen so stilvoll komponiert wie die Musik, welche die Poesie des Gezeigten unterstreicht. Hanks zeigt in seiner Rolle als Anwalt James Donovan Menschlichkeit und Wärme in einer frostigen Zeit. Doch am meisten beeindruckt, dass er sich nicht verbiegen lässt und sich für die Rechte des Feindes (Mark Rylance) einsetzt, ganz im Gegensatz zur Meinung seiner Landsleute.
Heute, wo auch im Westen immer noch Menschen ohne Hoffnung auf Gerechtigkeit gefangen gehalten werden, wünschte ich mir mehr Menschen wie James Donovan.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

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