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Lasst Pickel leben: Angie rantet gegen Schönheits-Apps

Warum unsere Layouterin für mehr Natürlichkeit plädiert.

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Angies Beauty-App-Experiment. play
Angies Beauty-App-Experiment. ZVG / YouCam Perfect

Ich weiss ich bin «uhuere hinedri» und das gibt es schon «uhurenlang» aber ich hab diesen Mist heute tatsächlich mal ausprobiert. BeautyApps. Vor 10 Jahren musste man noch mit dem «Gausscher Weichzeichner» umgehen können, und wissen wo man das «Verflüssigen»-Werkzeug findet um Haut «flawless» und Augen «bigger» hinzu-photoshoppen. Heute reicht ein Besuch im App-Store. Gratis, zack nach einer Minute verfügbar. Zwei Minuten durch die App geklickt und ich seh aus wie Kens Schlampe vorm Traumhaus.

Ich gebe zu mein erster Gedanke beim Klick auf «Leuchten» war auch «Hui die Haut wird ja so schön glatt». Dann noch etwas, Achtung, «Schamesröte» (sry aber Schames*wivill*?!) auf die Wangen, diese gleich etwas anheben, Augen weisser, grösser und ja blaue Augen wollte ich schon immer, etwas Glanz auf die Lippen, mehr Wimpern, kleinere Nase, scheisse das hört ja nicht mehr auf? Lächeln (ja ich kann mit derApp ein scheiss Lächeln faken), Lippenstift, ja komplette Augen-Makeups: smokey eyes, princess, charming, dirty, disco queen alles per Fingertip und kostenlos.

Ist das wirklich unsere neue Wirklichkeit? Mich machts traurig. Wundern wir uns da echt weshalb immer mehr Mädchen unter Depressionen leiden? Mobbing auf Pausenplätzen zunimmt? Sich Jugendliche verschulden? In den Medien rennt der Gehörnte immer noch auf den Laufstegen den dürren Models hinterher um sie mit seinem Dreizack in die knochigen Hintern zu pieksen weil das, «meimei keine guten Vorbilder sind» aber sind wirs?

Das Problem posiert nicht auf der Vogue - Es verAppelt uns auf unserem Smartphone

Ich habe mich mit den Givenchy und Chanel-Puppen längst abgefunden, lasst die doch dürr sein. Solange ich meine Hosen auch in «Nicht-Vorschul-Grössen» kriege, ist mir das scheissegal. Aber ich bin mittlerweile doch auch schon 26. Und ich kann sicherlich nicht behaupten in der Pubertät keine Probleme gehabt zu haben oder auch heute nicht hin und wieder neidisch auf einen Frauenarsch zu gaffen.
Damals hat aber der Alltag schon gereicht, auch ohne facegram, twittbook und instachat. Morgens wie Ariel in einem neuen Körper aufzuwachen war und ist schliesslich Stress genug. Und scheisse.

Denken wir noch einen, okey vierzig Schritte, weiter: Meine Tochter, (ein Grund mehr Jungs zu wollen) findet mit 14 auf dem PC alte Bilder von mir. Dank App totally «flawless», perfekt «geschminkt», «gezupfte» Augenbrauen, kein Schatten unter den Augen. Die springt mir doch glatt wegen einem Pickel aus dem Fenster?

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