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Nachdem eine Schülerin beinahe Suizid begangen hat: Lehrerin schreibt jedem ihrer Schüler einen Brief

Dieser Lehrerin liegen die Schüler am Herzen.

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Brittni Darras (m.) mit Schülerinnen aus einer Klasse, die sie unterrichtet. play
Brittni Darras (m.) mit Schülerinnen aus einer Klasse, die sie unterrichtet. Facebook / Brittni Darras

Die amerikanische Lehrerin Brittni Darras erlebte einen einschneidenden Moment, als eine Mutter ihr am Elternabend erklärte, dass ihre Tochter wegen eines versuchten Selbstmordes nicht mehr in die Schule gekommen war. Das Erlebnis brachte die Lehrerin zum Nachdenken und veranlasste sie dazu, jedem ihrer Schüler einen persönlichen Brief zu schreiben, um sie alle wissen zu lassen, dass ihr jeder Einzelne von ihnen am Herzen liegt. Im folgenden Post, den sie auf Facebook veröffentlichte, beschreibt sie das Erlebnis und was es in ihr ausgelöst hat:

Vor zwei Monaten weinte ich zum ersten Mal an einem Elternabend. Die Mutter einer Schülerin, die ich seit zwei Jahren unterrichte, kam zu meinem Pult und zeigte mir eine Liste mit den Lehrern ihrer Tochter. Neben jedem Lehrernamen stand ein «Ja» oder ein «Nein». Bei meinem stand ein «Ja», und so erklärte mir die Mutter den Grund für die längere Abwesenheit ihrer Tochter.

Die Schülerin - eine freundliche, intelligente, hübsche und ambitionierte junge Frau - plante nicht nur einen Suizid, sondern war gerade dabei, ihrem Leben ein Ende zu setzen, als die Polizei in ihr Haus einbrach und sie daran hinderte. Sie hatte all ihre Social-Media-Accounts gelöscht und Abschiedsbriefe geschrieben; sie war daran, die Welt zu verlassen. Als ihre Mutter vis-à-vis von mir sass und mir die Geschichte erzählte, waren wir beide tränenüberströmt.

Ich fühlte mich hilflos und fragte sie, ob ich ihrer Tochter einen Brief ins Spital schreiben dürfe. Sie sagte, dass sie sich bestimmt darüber freuen würde. Meine Schülerin bekam den Brief. Ihre Mutter erzählte mir, sie habe geweint, als sie ihn gelesen habe, und sie gefragt:«Wie kann jemand so nette Dinge über mich sagen? Ich dachte, niemand würde mich vermissen, wenn ich weg bin.»

Ich realisierte daraufhin, dass ich viel zu nah dran war, weitere Schüler zu verlieren. Die nächsten zwei Monate verbrachte ich damit, all meinen Schülern - über 100 an der Zahl- einzeln Briefe zu schreiben. Ich schrieb ihnen, was ich an ihnen schätze und dass jeder von ihnen einzigartig ist.

Es gibt immer mehr Suizidfälle, und ich komme nicht umhin zu denken, dass das eine direkte Folge des Drucks ist, den wir auf die Jugendlichen ausüben. Wir drängen sie, erfolgreich zu sein, hineinzupassen, der Beste der Klasse oder im Sport zu sein usw. Wir müssen uns daran erinnern, dass jeder Mensch einzigartig ist und es genau das ist, was jeden von ihnen ausmacht.

Anstatt dass wir versuchen, das zu ändern, müssen wir es akzeptieren und unterstützen. Denn gemeinsam können wir etwas ändern, und wir können Leben retten!

 

Über 185'000 mal geteilt

Der Post fand grossen Anklang bei der Facebook-Community. Mittlerweile wurde er über 236'000 mal geliked und über 185'000 mal geteilt. In den Kommentaren wurde Darras für ihr Engagement gelobt - so meinte jemand «was für eine schöne Idee» und jemand weiteres: «Diese Kinder können sich glücklich schätzen, sie als Lehrerin zu haben!» Lehrer wie Darras zeigen, was für einen grossen Einfluss sie haben können und dass sie im Leben von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Rolle spielen.

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