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Redet euch glücklich: 7 Tipps fürs Beziehungs-Gespräch

Die schönste Liebeserklärung ist, offen mit dem Partner zu reden. Nur: Wie führt man ein wirklich gutes Beziehungs-Gespräch?

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Nicht nur bei Problemen: Teilt Gedanken und Gefühle regelmässig miteinander. play
Nicht nur bei Problemen: Teilt Gedanken und Gefühle regelmässig miteinander. Getty Images

Sagt sie zu ihm: «Wir müssen reden!», gibt es kaum einen Mann, der nicht zusammenzuckt. Dabei sind Gespräche eines der wichtigsten Mittel gegen Langeweile und Gleichgültigkeit in der Beziehung. Nach dem Motto: Redet mitei-nander – redet euch glücklich! Psychotherapeut Joseph Bendel (69) aus Luzern, selbst 45 Jahre verheiratet, und BLICK-Sex-Expertin Caroline Fux (34), ausgebildete Psychologin, verraten in ihrem Buch «Das Paar-Date» Grundregeln für gelungene Beziehungsgespräche.

1. Redet oft!

Sprecht regelmässig mitei-nander, am besten einmal pro Woche, immer ungefähr zur gleichen Zeit. Joseph Bendel: «Es braucht eine gewisse Verbindlichkeit und Regelmässigkeit, damit die Kommunikation eines Paares nicht zwischen den Verpflichtungen des Alltags untergeht oder die beiden nur reden, wenn sie es gerade gut finden. Ein fester Termin nimmt auch den Erfolgszwang: Läuft es einmal nicht so gut, sieht man sich ja nächste Woche wieder.»

2. Fixe Zeit bestimmen

Nehmt euch genau 45 Minuten für euer Gespräch – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Caroline Fux: «15 Minuten spricht ER, 15 Minuten spricht SIE, und 15 Minuten haben beide Zeit für Rückmeldungen. Das kann zum Beispiel eine Nachfrage sein oder auch nur eine Aussage wie: ‹Ich habe gar nicht gewusst, wie sehr dich das belastet.›» Auch wenn das Gespräch besonders gut läuft: Nicht weiterreden, pünktlich enden.

3. Nur über sich reden, nicht über den Anderen

Wer spricht, redet nur von sich, nicht über den anderen. Bendel: «Jeder hat in diesem Gespräch das Anrecht zu sein, wie er ist – die Verschiedenheit kann sich ruhig ausdrücken. Der Mann erzählt vielleicht von seinem Hobby, das ihn begeistert, auch wenn es seine Frau langweilt. Sie vielleicht von ihren Gefühlen oder was sie mit Freundinnen oder bei der Arbeit erlebt hat, auch wenn es ihren Mann nicht interessiert.»

4. Ausreden lassen

Wer zuhört, gibt keine Rückmeldungen – nicht mit Worten und auch nicht mit anderen Signalen (Augenrollen, Nicken, Seufzen, Lächeln). Caroline Fux: «Das fällt den meisten Menschen am schwersten, deshalb kann das Gespräch am Anfang ein wenig künstlich wirken. Im Alltag erleben wir kaum Momente ohne Rückmeldungen oder Bewertungen. Dieses Gespräch schafft für beide bewusst den Raum dafür.»

5. Zeit stoppen

Arbeiten Sie immer mit einem Zeitmesser (Uhr oder Handy-Stoppuhr). Joseph Bendel: «In Beziehungsgesprächen sollte man nicht seinem Gefühl trauen, denn man ist Partei. Die Uhr ist neutral und gleicht aus, wenn einer vielleicht tendenziell mehr spricht, der andere eher weniger. Lassen Sie die Zeit auch weiterlaufen, wenn jemand schweigt. Die 15 Minuten gehören der Person. Was sie da-raus macht, ist ihre Entscheidung und liegt in ihrer Selbstverantwortung.»

6. Der Ort ist wichtig

Schafft euch einen ungestörten Raum – ohne Fernseher oder Musik, aber auch ohne Kinder oder weitere Zuhörer (Café, Restaurant). Caroline Fux: «So ein Gespräch ist relativ intensiv. Beide müssen sich konzentrieren und es kann auch mal emotional werden – dass Wut frei wird oder Tränen fliessen. Das ist nicht der Moment, in dem man unter Leuten sein möchte.» Auch ein zu legerer Ort, etwa im Bett, ist ungeeignet – besser, man redet zum Beispiel am Wohnzimmertisch oder in der Sitzecke.

7. Verantwortung aufteilen

Übernehmt abwechselnd Verantwortung dafür, dass euer Beziehungsgespräch stattfindet. Bendel: «Die Erfahrung zeigt, dass Frauen das Gespräch wollen und Männer nicht. Wenn wir aber eine gleichberechtigte Partnerschaft haben, tragen auch beide Verantwortung. Beispielsweise könnte der Mann immer in der ersten und dritten Woche des Monats die Initiative ergreifen, die Frau in der zweiten und vierten Woche. Caroline Fux: «In unserer Zeit erfahren immer mehr Menschen, dass Beziehungen endlich sind. Oft einfach nur, weil man sich nichts mehr zu sagen hat. Wir geben Paaren deshalb konkrete Instrumente, um rechtzeitig etwas für die Beziehung zu tun.»

Hier bekommst du das Buch günstiger

«Das Paar-Date» von Caroline Fux und Joseph Bendel erscheint am 18. Januar (112 S., Fr. 27.90) in der Beobachter-Edition. Blick am Abend-Leser können es bis 31. Januar zum Preis von Fr. 19.90 plus Porto bestellen: www.beobachter.ch/fux, Tel. 043 444 53 07 (Stichwort Blick) oder über fux@beobachter.ch.

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