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Schweizer Promis leiden unter Angriffen von Homohassern: Beschimpft, angerempelt und angespuckt

Zahlreiche Homosexuelle werden in der Schweiz attackiert. Selbst Prominente wie Dominique Rinderknecht, Reto Hanselmann und Dragqueen Gossipa sind davon betroffen.

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Sie werden wegen ihrer Sexualität beschimpft, geschlagen und angespuckt – rund 100 Übergriffe auf Schwule und Lesben in der Schweiz sind bei der Helpline des Schwulen-Dachverbandes Pink Cross innerhalb von drei Monaten gemeldet worden. Von solchen Attacken betroffen sind auch Prominente Homosexuelle wie Ex-Miss-Schweiz Dominique Rinderknecht (27), It-Boy Reto Hanselmann (35) und Dragqueen Gossipa (30), wie eine Umfrage von BLICK zeigt. 

Lesbenfeindliche Pöbelein gegen Rinderknecht

«Werte Frau Rinderknecht, wie wäre es, wenn Sie uns in Zukunft mit Ihrem Lesbenknatsch verschonen würden?» greift am Valentinstag ein User Dominique Rinderknecht auf ihrer Facebook-Seite an. Lesben-feindliche Pöbeleien, die sich die Ex-Miss-Schweiz wegen ihrer Liebe zu Model Tamy Glauser (31) immer wieder gefallen lassen muss. «Ich finde es faszinierend, dass sich gewisse Personen dermassen aufregen und mich mit meiner Geschichte nicht einfach ignorieren können», ärgert sich Rinderknecht.

Perücke vom Kopf zerren und Zigarette darauf ausdrücken

Homophobe Beleidigungen und sogar tätliche Übergriffe kennt auch Promi-Dragqueen Gossipa. «Ich erlebe immer wieder, dass Betrunkene mir die farbige Schaumstoff-Perücke vom Kopf zerren und womöglich noch die Zigaretten-Kippen daran ausdrücken», erzählt sie. «Für mich ist das äusserst entwürdigend.» Noch schlimmer habe es eine Freundin von ihr getroffen. «Sie wurde von einer Gang bespuckt und geschlagen. Aus Scham traute sie sich nicht zur Polizei zu gehen», sagt Gossipa.

Traute sich nicht, ins Militär zu gehen

Die Angst vor Übergriffen und Beschimpfungen wegen seiner Homosexualität kennt auch der schwule It-Boy Reto Hanselmann: «Ich wäre eigentlich sehr gerne ins Militär gegangen, habe es aber aus Angst vor Anfeindungen und Pöbeleien wegen meines Schwulseins sein lassen. Ich wusste ja, wie der Umgang im Militär ist.» Er müsse noch heute manchen Männern erklären, dass er nicht einfach auf jeden Hintern stehe.

Epiney wünscht sich mehr Toleranz

Moderator Sven Epiney (45) ist so etwas noch nie passiert – trotzdem wünscht er sich mehr Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben in der Schweiz: «Noch immer gibt es Unverständnis, viele Vorurteile und Diskreditierungen, was die gleichgeschlechtliche Liebe betrifft», sagt der Walliser. Dabei solle doch «jeder Mensch so leben können, wie er das für richtig hält, solange er sich und die andern achtet, respektiert und niemandem etwas zuleide tut.»

Werden auch Sie als Lesbe, Schwuler oder Transmensch diskriminiert? Hilfe finden Sie unter: www.lgbt-helpline.ch oder per Telefon 0800 133 133.

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