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Smalltalk mit Joan Punyet Miró (47) Enkel von Kunst-Genie Miró: «Ich bin ein verrücktes, primitives Wesen»

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Joan Punyet Miró: Enkel des Kunst-Genies. Keystone

Fünfzehn Jahre lang erlebten Sie Ihren Grossvater, Kunst-Genius Joan Miró. Was haben Sie in Erinnerung?

Er war ein grossartiger, konsequenter Rebell und Poet. Revolutionär in seinen Gedanken und in seiner Kunst. Er verbrannte und zerschnitt seine Gemälde, um sie neu zu erschaffen. Sein Schaffen sprengte gesellschaftliche Tabus. Zudem hatte er das grösste Herz. Ich lernte von ihm ein Leben ohne Routine.

Sie gehen gerne in den Zoo. Weshalb?

Weil ich da meine Brüder und Schwestern treffe. Ich selbst bin ein verrücktes, primitives Wesen. Bei den Tieren erlebe ich all diese schönen, primitiven Gefühle. Die Gesellschaft ist langweilig geworden. Im Zoo fühle ich mich echt.

Was kann man gegen Langeweile tun?

Ich konfrontiere mich und jeden, der es zulässt, mit Angst und Tod. Jeden Tag kille ich mich aufs Neue, um neu geboren zu werden.

Im Zürcher Restaurant Razzia zeigten Sie letzten Samstag zum ersten Mal überhaupt eine Nacktperformance. Wie war das für Sie?

Ich war so aufgeregt, dass ich 48 Stunden vorher kein Auge zugetan habe. Samstags habe ich dann gemerkt, dass ich meine Show-Kleider zu Hause auf Mallorca vergessen habe. Mein pinkes Outfit fand ich dann an einem Zürcher Flohmarkt.

Am Ende Ihrer Nacktpräsentation haben Sie sich bei der Damenwelt für ihren kleinen Penis entschuldigt. Wie wichtig ist er für Sie?

Leidenschaft ist enorm wichtig. Sex ist das Allerwichtigste überhaupt.

Ihr Grossvater gehörte zu den prägenden Surrealisten und Dadaisten. Ein Erbe, das Sie weiterführen. Was ist für Sie Dada und wo hört es auf?

Dada ist jeden Tag in meinem Leben. Ich bin Dada, Ihr alle seid es auch. Dada ist alles, ausser Routine und Tradition. Dass nun die Werke meines Grossvaters zeitgleich in zwei renommierten Zürcher Häusern ausgestellt werden, ist fantastisch und der würdigste Auftakt zu hundert Jahren Dada, was im Zürcher Cabaret Voltaire 1916 gegründet wurde.

 

Die Galerie Gmurzynska am Paradeplatz und das Zürcher Kunsthaus widmen Joan Miró bis Ende Januar 2016 je eine Ausstellung.

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