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Smalltalk mit Paul Armfield (48), Singer/Songwriter: «Nichts und niemand ist für immer»

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Troubadour: Paul Armfield. play
Troubadour: Paul Armfield. Paul Armfield

Sie gehören zu den speziellsten Singer/Songwritern der Gegenwart. Trotzdem sind Sie noch immer ein Geheimtipp. Frustriert darüber?

Eigentlich nicht, nein. Obwohl es ziemlich hart ist, ausserhalb der Musikindustrie zu existieren. Bislang schaffte ich es zum Glück aber ganz gut.

Ihre Balladen sind sehr fragil. Haben Sie nie Lust, mal richtig abzurocken?

Nein. Ich mag zwar die Energie der alten Punk- und Rockbands wie The Clash oder The Smiths. Aber am meisten beeindruckt war ich schon immer, wie Sänger wie Scott Walker oder Christy Moore allein durch die Intensität ihrer Stimmen und einer simplen musikalischen Begleitung das Publikum zu verzaubern vermögen. Die Kunst dieser modernen Troubadoure imponiert mir sehr.

Zu Ihrem neuen Album «Found» haben Sie uralte Fotos inspiriert. Was steckt dahinter?

Ich habe auf einem Flohmarkt in Berlin ganz viele alte Fotos gefunden. Sie zeigen Menschen, wie sie ihre Ferien oder ihr Zuhause geniessen. Die meisten von ihnen wurden in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts aufgenommen. Die Vorstellung, dass unsere Fotos irgendwann anonym auf einem Flohmarkt enden, stimmte mich unendlich traurig.

Weshalb?

In der Regel machen wir Fotos, um wertvolle Momente festzuhalten. Und um uns später an sie zu erinnern. Die Aussicht, dass in ein paar Dutzend Jahren ein Fremder meine Fotos in den Händen hält und keine Ahnung hat, wer darauf abgebildet ist, deprimiert mich ungemein. Die Flohmarkt-Fotos beweisen, dass nichts und niemand für immer ist. Wir alle geraten früher oder später in Vergessenheit.

Also haben Sie ein Album zu Ehren dieser unbekannten Menschen geschrieben?

Genau. Ich fand es faszinierend, Geschichten und Lieder über ihr Leben zu erfinden. Und ihnen dadurch hoffentlich auch wieder etwas wie Identität zu geben. Das hätte jeder verdient.

Paul Armfields neues Album «Found» ist im Handel erhältlich.

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