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Tätowiert von Indianern: Diese Frau hat im 19. Jahrhundert Unglaubliches erlebt

Eine wahre Geschichte, die jedem Cowboy Angst machen würde.

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Gezeichnet von ihrem Aufenthalt bei den Indianern: Olive Oatman. play
Gezeichnet von ihrem Aufenthalt bei den Indianern: Olive Oatman. Getty / Wikimedia

Manche Geschichten werden nie vergessen. So auch die Geschichte von Olive Oatman, die 1850 von Indianern entführt wurde und fünf Jahre bei ihnen lebte.

Umzug nach Kalifornien

USA-Karte Stand 1950-1953. play
USA-Karte Stand 1950-1953. Wikimedia

 

Illinois, USA, 1850. Die Mormonen-Familie Oatman, unter ihnen die 14-Jährige Olive Oatman, beschloss, ihr Heim nach Kalifornien zu verlegen und begab sich auf die gefährliche Reise. Erst waren die Oatmans zusammen mit vielen anderen Familien unterwegs, doch gegen Ende der Reise hatten die anderen alle ein passendes Stück Land gefunden, auf dem sie sich niederlassen wollten. Nicht so die Oatmans. Trotz Warnungen vor den feindseligen Indianerstämmen, deren Territorium sie durchqueren wollten, reiste die Familie immer weiter.

 

Von Indianern entführt

Olive Oatman und ihre berühmt gewordene Kinn-Tätowierung. play
Olive Oatman und ihre berühmt gewordene Kinn-Tätowierung. Wikimedia

 

Eines Tages wurde die Familie von Indianern des Stammes Yavapai angegriffen. Olives Eltern und vier ihrer sieben Kinder wurden umgebracht; ihr Bruder Lorenzo überlebte schwer verletzt. Olive und ihre kleine Schwester Mary Ann wurden von den Indianern verschleppt und als Sklaven gehalten.

Die beiden Mädchen wurden von den Yavapai bald gegen Pferde und Tabak getauscht und lebten fortan bei einem anderen Indianerstamm, den Mohave. Dort wurden sie besser behandelt als zuvor. Sie wurden vom Häuptling adoptiert und erhielten die stammesüblichen Tätowierungen am Kinn. Diese wurden allen Stammesmitgliedern gemacht im Glauben, sie führten zu einem guten Leben nach dem Tod.

 

Zurück in die Zivilisation

Olive und ihre sterbende Schwester Mary Ann bei den Mohave-Indianern: Illustration aus dem Buch Captivity of the Oatman Girls von Royal B. Stratton. play
Olive und ihre sterbende Schwester Mary Ann bei den Mohave-Indianern: Illustration aus dem Buch Captivity of the Oatman Girls von Royal B. Stratton. Wikimedia

 

Irgendwann sprach sich im nächsten Dorf herum, dass eine weisse Frau bei den Indianern lebte. Olives kleine Schwester war während einer extremen Dürre verhungert. Die Dorfbewohner gingen zu den Indianern und verhandelten mit ihnen einen Preis, gegen den sie Olive mitnehmen konnten. Die mittlerweile 19-Jährige kehrte so zurück in die Zivilisation - und fand sogar ihren Bruder wieder.

 

Restliches Leben

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Ihre Geschichte faszinierte ihre Zeitgenossen ungemein, und sie wurde bald zu einer Art Star. 1857 schrieb Royal B. Stratton ein Buch über ihre Erlebnisse, welches über 30'000 Mal verkauft wurde - ein Bestseller für diese Zeit. Der Erlös ermöglichte es Olive und Lorenzo, zu studieren, und Olive hielt viele Vorträge über ihre Zeit bei den Indianern. Nach einem bewegten Leben starb sie 1903 im Alter von 65 Jahren. Doch ihre Geschichte inspiriert die Gemüter noch heute - so basiert zum Beispiel die Figur Eva Toole aus der amerikanischen TV-Serie Hell on Wheels auf den Erlebnissen Olive Oatmans.

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