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FCB-Star Steffen weilt im WK: «Die Unteroffizierschule hätte mich gereizt»

Warum Renato Steffen fast Unteroffizier geworden wäre, weshalb er im WK nicht schiessen darf – und wieso er auf ein erneutes Nati-Aufgebot hofft.

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Wachtmeister Steffen? Fast wäre es soweit gekommen, im Sommer 2011 schlägt ihn sein Kommandant für die Unteroffizierschule vor. «Es hätte mich gereizt», sagt Steffen. 26 Tage lang ist er Anführer einer Infanterie-Truppe. Draussen schlafen, Häuserkampf, Granaten.

Danach bricht er die Ausbildung ab – und setzt alles auf die Karte Fussball. «Ich wollte mehr trainieren, das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich im Militär weitergemacht hätte.»

Damals kickt der Linksfuss noch in der 1. Liga beim FC Solothurn, ein Jahr später wechselt er zum FC Thun, mittlerweile spielt er beim FCB – und in der Nati. Das hält den 25-Jährigen aber nicht davon ab, seine Diensttage zu absolvieren. Nicht als Infanterist wie in der RS, sondern als Spitzensportler in Magglingen BE.

Zusammen mit Yvon Mvogo, Dennis Zakaria, Martin Angha und Co. Und unter den wachsamen Augen von Oliver Riedwyl. Der ist Konditionstrainer der A-Nati, hätte aber auch einen guten Oberleutnant abgegeben.

Seine Ansagen? Klar. Das Training? Hart. Die Bedingungen? Professionell. Neben Riedwyl wird den Spielern ein Masseur und ein Physio zur Verfügung gestellt, die Infrastruktur im Leistungssportzentrum in Magglingen könnte besser nicht sein. 

Und was hat das Ganze noch mit Militär zu tun? «Einiges», sagt Franz Fischer, verantw. Sport Spitzensport-RS. «Es gibt morgens ein Antritts- und abends ein Abendverlesen, die Tagesstruktur ist die selbe wie in einem ganz gewöhnlichen WK.»

An- und abgetreten wird im Tarnanzug, gegessen im Sport-Tenue, Einzelzimmer gibt es nicht, Steffen teilt sich vier Wände mit seinem Kumpel Marco Bürki vom FC Thun.

Einzig vom Dienst an der Waffe sind die Spitzensportler befreit. «Weil es aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist», sagt Fischer. «Um die Sicherheit zu gewährleisten, müsste jeder Soldat im WK zu Schiessübungen, dafür fehlt die Zeit.»

Traurig ist deswegen niemand, ganz im Gegenteil. Je öfter die Fussballer auf dem Rasen stehen, desto besser. Die Stimmung im Training ist top.

Höhepunkt: als Steffen hört, dass er ab heute Mittwoch noch 96 Diensttage zu absolvieren hat. «Das ist unmöglich. Höchstens noch 50», scherzt der Flügelflitzer. Im besten Fall noch 68, vorausgesetzt, Nationaltrainer Vladimir Petkovic bietet ihn in diesem Jahr für die Nati auf. «Dann würden ihm maximal zwölf weitere WK-Tage abgezogen», sagt Fischer. Weil es kaum einen grösseren Dienst für das Vaterland gibt als Einsätze für die Nationalmannschaft.

Doch zuerst fliegt er heute mit dem FCB ins Trainingslager nach Marbella.

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