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Fix gebunden: Federleicht über alle Gipfel

Marker hofft mit seiner leichten Kingpin-Bindung auf eine Revolution im Skitourengeschäft. Wir haben das Sixpack ausprobiert.

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Profi-Tester Chris (l.) und Bruno an der Flanke der Medergerfluh. play
Profi-Tester Chris (l.) und Bruno an der Flanke der Medergerfluh. ZVG
Vorfreude: Testobjekte mit Testberg im Hintergrund. play
Vorfreude: Testobjekte mit Testberg im Hintergrund. ZVG

Man könnte glauben, dass die Ski-Industrie schon alles erfunden hat, was uns auf Touren bringt: Skis in Leichtbauweise, Nanotech-Felle mit Vakuum statt Kleber, Tourenskischuhe mit einem Flex wie Rennschuhe, Airbags gegen die Lawinenangst.
Was bisher aber noch fehlte, war eine ultraleichte Bindung, die den Sicherheitsstandards einer Alpinbindung entspricht.

Marker bringt auf die kommende Skisaison hin die «Kingpin» auf den Markt. Eine Bindung, bei der Front- und Fersenteil nicht miteinander verbunden sind. Der leichte Tourenschuh alleine stellt die Verbindung her. Er wird am Bindungskopf mit zwei Stiften (Pins) fixiert. Damit wird jeder Schritt beim Aufstieg kraftsparender. Extrem-Tourer, wie die Teilnehmer der Patrouille des Glaciers zwischen Zermatt und Verbier VS, verwenden Pin-Bindungen seit Jahren – bisher aber nur solche, die den Skifahrer auch im Fersenteil nur mit zwei Stiften in der Bindung hielten. Die beiden grossen Nachteile: Die Bindung löst beim Aufstieg nicht aus, auch nicht bei einem Lawinenniedergang. Bei einem Sturz auf der Abfahrt ist die Auslösung nicht DIN-normiert. Marker wirkt dieser Bindungsangst nun mit einem Modell entgegen, das vorne Pin, aber hinten eine ultraleichte Pistenbindung ist. Als erste PinTech-Bindung ist sie nach DIN-Norm TÜV-zertifiziert.

Wir haben die Bindung, die auf diese Saison hin zu den Händlern kommt, im letzten April zwischen Arosa und Davos ausprobiert. Was zuerst auffällt: Die Skis lassen sich auf einem Finger balancieren, erinnern an Langlaufskis. Und die sollen im steilen Gelände und auf eisiger Unterlage halten? Der Einstieg ist knifflig und braucht etwas Übung: Skischuh positionieren, auf den Auslöser drücken und die beiden Pins schnappen ein. Der Aufstieg wird wie erwartet zum vergleichsweise leichtfüssigen Spass, vor allem die letzten Meter zum Gipfel, auf denen wir die Skis buckeln. Die Umstellung vom Geh- auf den Abfahrtsmodus ist nicht selbsterklärend, aber schnell begriffen. Und dann endlich die Abfahrt im sehr steilen Couloir auf hartem Frühlingsschnee! Kraftübertragung und Sicherheitsgefühl sind tatsächlich wie auf der Piste.

Das anfänglich etwas mulmige Gefühl, das Leben an zwei kleine Stahlstifte zu hängen, verfliegt wie Pulverschnee. Ein königliches Vergnügen.

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