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Nach van Almsicks «Was ist das für ein Mensch»-Ausbruch: So jubelt Russland über das Doping-Silber

Zweimal des Dopings überführt, vor Gericht die Olympia-Teilnahme erstritten, in Rio gnadenlos ausgebuht. In die Silber-Medaille von Julija Jefimowa interpretieren die russischen Medien vor allem eins: Unsportliches Verhalten ihrer Gegnerinnen.

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Es war kein einfacher Tag für Julija Jefimowa (24) in Rio als sie bei 100 Meter Brust die Silbermedaille holte.

Die Russin wurde beim Betreten der Sporthalle ausgepfiffen, bei der Siegerehrung ebenso. Ihre Gegnerinnen waren auch schlecht auf sie zu sprechen und verzichteten auf eine Gratulation. Im Interview danach brach sie später in Tränen zusammen.

Bei der ARD war die deutsche Schwimm-Legende Franziska van Almsick (38) als Expertin sichtlich genervt: «Das geht ja gar nicht. Eine solch komische Situation habe ich noch nie erlebt. Was muss diese Russin Jefimowa für ein Mensch sein? Das kann ihr doch gar keinen Spass mehr machen. Die ist ja völlig isoliert und tritt dennoch mit einer solchen Arroganz auf.»

In den russischen Medien wird die Leistung der 24-Jährigen allerdings gefeiert. Gleichzeitig hat man auch Mitleid mit der hübschen Russin.

«Die Konkurrentinnen von Jefimowa starteten eine psychische Attacke gegen sie», titelt «Komsomolskaja Pravda» und berichtet von Anfeindungen der Amerikanerin Lilly King und der Schwedin Jennie Johansson, sowie vom «Prügelknaben-Status», die Jefimowa in den anderen Medien einnimmt.

«Kommersant» titelt «Silber mit Tränen» Und schreibt: «Nach dem Sieg hat die Sportlerin, für die nicht nur die letzten Tage, sondern gar die letzten Wochen zu einem absoluten Albtraum wurden, nicht mal eine Gratulation von ihren zwei amerikanischen Konkurrentinnen erhalten. Davor dafür Pfiffe aus dem Publikum.»

«Die Gegnerinnen beschuldigen Jefimowa für den eigenen Misserfolg»

Bei «Vesti» wird die Reaktion der jungen Sportlerin auf das Verhalten von Lilly King und Katie Meili thematisiert: «Alle Athleten sollten ausserhalb der Politik sein. Aber sie schauen, was im Fernsehen gezeigt wird und glauben allem, was geschrieben wird. Wir dachten, der kalte Krieg sei längst vorbei. Warum soll man ihn jetzt im Sport wieder starten?»

Auch berichtet das Blatt über Lilly King, die sich nach ihrer Kritik bei Jefimowa entschuldigt hat: «Nachdem das IOC King unsportliches Verhalten vorwarf, hat sie heute Jefimowa eine‹ausgezeichnete Schwimmerin› genannt.»

Auch der Nachrichtensender «Rossija24» geht auf das Verhalten von Jefimowas Kontrahentinnen ein: «Die Gegnerinnen beschuldigen Jefimowa für den eigenen Misserfolg und von den Zuschauern wird sie ausgebuht. Doch in solchen Momenten des allgemeinen Misstrauens bleibt unserer Schwimmerin nichts anderes übrig, als ruhig und im guten Sinne zynisch zu bleiben. Sie lächelt weiter und bleibt positiv, bei Instagram postete sie schon vor Rio farbenfrohe Bilder. Die Publikationen in den Sozialen Medien ärgern einige ihrer Gegnerinnen bestimmt auch.»

Stay positive #emo#8J+PvA==###emo#77iP###emo#8J+klw==##

A video posted by Yuliya Efimova (@pryanya93) on

 

Schaut man sich die Leser-Kommentare in den Sozialen Medien an, zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Russen gratulieren Jefimowa zur Silbermedaille und fordern die Kritiker dazu auf, bei anderen Dopingsündern gleich zu reagieren und mit der parteiischen Anti-Russland-Stimmung aufzuhören.

Ausserdem ist die Mehrheit davon überzeugt, dass die Ereignisse der letzten Zeit wenig mit Sport und vielmehr mit Politik und Business zu tun haben. (man)

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