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Neue Funktion soll psychisch Kranke unterstützen: Instagram bietet Hilfe gegen Depressionen

Die Macher der Social-Media-App haben eine neue Funktion eingeführt, die Menschen mit psychischen Krankheiten dazu ermutigen soll, sich Hilfe zu holen. Und auch Facebook zieht nach.

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Instagram möchte psychisch Kranke dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen. play
Instagram möchtepsychisch Kranke dazu ermutigen, sich Hilfe zu holen. Getty Images

Eigentlich ist Instagram für Perfektionismus und Oberflächlichkeit bekannt. Aber der Schein trügt. Unter der künstlichen Maske werden psychische Erkrankungen oft einfach übersehen. Ausserdem triggern sich immer wieder Betroffene selbst auf Instagram. Damit treiben sie sich gegenseitig immer tiefer in die Krankheit hinein, anstatt sich zu helfen. Letzten Herbst hat der Social-Media-Dienst deshalb ein Tool eingeführt, das Menschen mit psychischen Erkrankungen unterstützen soll, sich Hilfe zu holen. Mittlerweile ist der Dienst auch bei uns aktiv.

Sucht man auf Instagram nach dem Hashtag #ImNotOk («Es geht mir nicht gut») erhält man eine automatische Benachrichtigung. Diese warnt einen davor, dass Bilder mit solchem Inhalt selbstzerstörerische Verhaltensweisen fördern können. «Falls du gerade schwere Zeiten durchmachst, würden wir dir gerne helfen», verspricht Instagram als Alternative. Auch unter den Hashtags #bulimia, #Essstörung, oder #Selbstmord erscheint die Meldung.

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Screenshot Instagram

Klickt man dann auf «Hilfe holen» schlägt Instagram verschiedene Wege vor, wie man sich Unterstützung holen kann. Sei es bei Freunden, Psychologen oder durch praktische Tipps, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann. So schlagen sie dir zum Beispiel vor, nach draussen zu gehen, tief Luft zu holen, ein Malbuch zu kaufen oder Freunde einzuladen.

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Screenshot Instagram

Die Hilfe-Meldung erscheint aber nur, wenn man aktiv nach einem der genannten Hashtags sucht. Postet man selbst ein Bild und tagt es mit #ImNotOk oder #sue (Selbstmord) geschieht nichts.

In den USA gibt es zusätzlich die Funktion, dass man das Bild eines Freundes anonym melden kann, wenn man sich Sorgen um ihn macht. Er erhält daraufhin eine Nachricht mit dem Text: «Jemand hat einen deiner Posts gesehen und denkt, dass du gerade eine schwere Zeit durchmachst. Wenn du Hilfe brauchst, würden wir dir gerne helfen.»

Auch Facebook möchte psychisch Kranken helfen

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Screenshot Facebook

Auch bei Facebook soll neu ein Algorithmus eingeführt werden, der automatisch erkennt, wenn ein Nutzer selbstmordgefährdet ist. Bisher konnte man solche Meldungen nur manuell melden. Sobald in Zukunft aber ein User in einem Post über Traurigkeit oder Schmerzen spricht, wird der Post automatisch an das Facebook-Review-Team weitergeleitet, das anschliessend eingreifen kann.

Bei den Live-Übertragungen soll es in Zukunft einen Button geben, mit dem man einen Suizidversuch melden kann – und sofort Tipps für Hilfe erhält. Laut «BBC» wird das Tool zuerst in den USA getestet, bevor es weltweit eingeführt wird.

 

Und hier erzählen Betroffene, was das Schlimmste an Depressionen ist.

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