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Tschechichsche Supermärkte müssen unverkäufliche Lebensmittel spenden

Der Kampf gegen Food Waste.

Seit 2016 gibt es in der Tschechischen Republik ein Gesetz, welches besagt, dass Supermärkte ihr unverkäufliches Essen an wohltätige Organisationen spenden müssen. Damit waren nicht alle einverstanden. Das tschechische Verfassungsgericht stützte das Gesetz aber in einem Entscheid gegen eine Beschwerde am Mittwoch.

Nicht jedes essbare Lebensmittel schaffts ins Ladenregal. PIXABAY

Betroffen sind Lebensmittel, die nicht verkauft werden können (zum Beispiel wegen Verpackungsfehlern) ansonsten aber problemlos verzehrt werden können. Einhalten müssen diese Regelung zudem nur Läden mit einer Fläche von über 400 Quadratmetern.

Kein unrechtmässiger Eingriff

Die Beschwerdenführer hielten das Gesetz für einen unrechtmässigen staatlichen Eingriff in privates Eigentum. Da das Gesetz gegen Food Waste vorgeht, die Umwelt schont und Bedürftigen hilft, sah das Gericht diesen Eingriff jedoch als rechtmässig an.

Der Begründer des Gesetzes: Marian Jurečka.

Der ehemalige tschechischen Minister für Landwirtschaft, Marian Jurečka, hat das Gesetz 2016 ins Leben gerufen und gibt an, dass seither über 100’000 geholfen werden konnte. Laut «Expats.cz» wurden die Spenden seit 2018 zudem verdreifacht.

Anne mag Cheeseburger, Cola (aber nicht Zero!) und Wörter mit drei gleichen Buchstaben hintereinander. Sie studiert Kommunikationswissenschaften und schreibt gerne das Zeug aus ihrem Kopf auf diese Website.

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