Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Neuverfilmung eines Kultfilms: Zweischneidige Sache

«King Arthur» erzählt die englische Legende mit Witz, Tempo und Action. Sie fühlt sich unterhalten – und auch er hat Spass dran. Trotz Guy Ritchie.

0 Reax , 129 Views
teilen
teilen
0 shares
Mit Charme und Schwert Charlie Hunnam (M.) als König Arthur. play
Mit Charme und Schwert Charlie Hunnam (M.) als König Arthur. Daniel Smith

Lukas Rüttimann sagt:

Wenn ein Mann seinen eigenen Stil hat, ist das eine gute Sache. Bei Filmen jedoch kann es Fluch und Segen sein. Guy Ritchies Stil etwa steht dem Inhalt oft im Weg – und umgekehrt. Seine Handschrift ist unverkennbar: schnelle Schnitte, Perspektivenwechsel, schräge Dialoge – so hat der Brite zuletzt «Sherlock Holmes» für das junge Publikum aufpoliert.

In «King Arthur: Legend of the Sword» jedoch wirkt das Ritchie-Konzept oft fehl am Platz. Das hat zum einen damit zu tun, dass Charlie Hunnam zwar ein cooler King Arthur, aber kein Robert Downey Jr. ist. Zum Glück bleibt Jude Law Jude Law – und damit ein toller, oft unterschätzter Schauspieler.

Dennoch: Diese etwas an «Lord of the Rings» erinnernde Fantasy-Version der Excalibur-Saga würde auch ohne Slapstick und halbherzige Romanzen funktionieren. Vielleicht sogar besser. Der düster-bombastische Beginn und das imposante Finale sind der beste Beweis dafür. Dazwischen gibts viel Leichtfüssiges, wo Hunnam seinen Charme spielen lässt – und Ritchie versucht, die Grundlage für gleich fünf weitere «King Arthur»-Streifen zu legen. Dazu gehört auch der Auftritt von David Beckham als Söldner-Chef. Nach dessen publik gewordenen Ritteransprüchen im echten Leben weiss man: auch so ein Mann, dessen Stil ein eher zweischneidiges Schwert sein kann.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

 

Manuela Ackermann sagt:

Den Kultfilm «King Arthur» von 2004 musste ich mir mit meinem Vater bestimmt schon zehnmal ansehen, und jedes Mal hat er mich gelangweilt. Deshalb empfand ich auf dem Weg ins Kino auch keine grosse Vorfreude.

Dazu kommt: Eine altbekannte Geschichte neu zu verfilmen, gehört nicht gerade zu Hollywoods Stärken. Die Neuauflage «King Arthur: Legend of the Sword» ist leichte Kost, aber mit einer starken Besetzung. Charlie Hunnam spielt gekonnt den lässigen und Sprüche klopfenden Arthur mit cooler Undercut-Frisur. Auch Jude Law nimmt man die Rolle des bösen Onkels Vortigern komplett ab. Die zwei sind die Stütze des Films – zusammen mit der genialen Filmmusik und den humorvollen Dialogen. Wenn sich Arthur mit seinen Kollegen einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen liefert, erinnert das einen an Guy Ritchies «Sherlock Holmes». Da ist der Stil des Regisseurs klar erkennbar.

Die Geschichte zieht sich allerdings unnötig in die Länge und verwirrt durch viele Charaktere, die einmal erscheinen und dann nie mehr auftauchen. Die Tiefgründigkeit fehlt. Auch hat das Ganze nur mässig viel mit der eigentlichen Story zu tun. Wen das aber nicht stört, so wie mich, der wird sich von dem Film sicher unterhalten fühlen – typisches Popcorn-Kino aus Hollywood eben.

Bewertung: 3 von 4 Sternen

 

«King Arthur: ­Legend of the Sword»

Abstract: Als der König ermordet wird, reisst dessen Bruder Vortigern die Macht an sich. Der junge Arthur wird seines Geburtsrechts beraubt und ahnt nicht, welche Position ihm eigentlich zusteht. Stattdessen wächst er in einem Hurenhaus auf. Doch als er das legendäre Schwert Excalibur aus dem Stein ziehen kann, steht sein Leben kopf. Nun wird er gezwungen, sich seinem Schicksal zu stellen – und den Dämonen seiner Vergangenheit entgegenzutreten.

Länge: 127 Min.

Land: USA /Grossbritannien / Australien

Besetzung: Charlie Hunnam, Eric Bana, Jude Law, Aidan ­Gillen, Annabelle Wallis

Regie: Guy Ritchie

Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Newsletter

Erhalte die besten Geschichten täglich per E-Mail Newsletter Abonnieren