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28.02.2017 63 Reax
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Hör mir zu!

Im Zug mit Katja Walder.

Beziehungen, die per Handy gerettet oder definitiv an die Wand gefahren wurden, gibt es vermutlich viele. Zu oft sind wir unfreiwillig Zeuge von beelendenden Kittversuchen («Schätzi, du weisch doch, dass ich mit keinere so gern schlaf wie mit dir!») und haarsträubenden Schlötterlig geworden («Jedi Minute, wo ich dich küsst han, isch eini z’vill gsi!»). Letzte Woche habe ich eine neue Art der ÖV-Beziehungskommunikation kennengelernt: Streiten via WhatsApp-Sprachnachricht. Kleine, eintönige Monologe. Mit Pausen dazwischen. Kein hmm, kein ja, kein aber. Keine Fragen. Nur Antworten mit Anfang und Schluss. Vielleicht ist die Methode gar nicht dumm. Sie erinnert mich an den Sozi-Ball, mit dem sich Menschen in sozialen Berufen während Gruppenworkshops darin üben, andere ausreden zu lassen. Wer den Ball hat, erzählt in Ich-Form, was ihn stört und was er sich wünscht. Danach geht der Ball weiter. Ein Ansatz mit Geschichte! Bei den Indianern gab es jahrhundertelang den Redestab, ein geschmückter Zeremonienstab, mit dem sie ihre Gespräche ritualisieren. So sei WhatsApp unser Redestab – meinetwegen! Hauptsache er schläft mit keiner so gerne wie mit ihr, und für sie war jede Minute, die sie ihn geküsst hat, eine Sensation.

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