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06.01.2017 159 Reax
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Im Zug mit Katja Walder.

Der gehässige Tonfall fiel mir auf, bevor ich ein Wort verstanden hatte. Die etwa 40-jährige Frau sass im Abteil nebenan und wetterte via Handyfreisprechsystem drauflos: «Sie chunnt ja nöd dure mit ihrem Stutz», schnaubte sie. Sie habe sich immer gefragt, wie «die» das mache, «mit ihrem Goof» und einer 70%-Stelle. «Die hätt ja immer de Maa gha, won ihre de Chole übereschiebt», holte sie aus. «Aber jetzt hätt sie sich halt scheide laa, gäll, jetzt isch das au verbii.» Schadenfreude klang in ihrer Stimme mit. «Und jetzt hätt sie en Alte, wonere uf de Täsche liit! Tja gäll, sälbertschuld!» Sie klang höhnisch. «Strohdoof isch die i de Bire!», keifte sie nun, und ich wunderte mich über die fehlende Impuls-Kontrolle dieser Frau. «Aber weisch, dänn lacht SIE MICH uus», ergänzte sie und ich witterte den Grund ihres Ausbruchs: Kränkung? «Aber dänn cha sie dänn glich eimal im Monet am Fritig frei neh und uf Nizza ...» Eifersucht? «Ich hanere no gseit: Alti, klär du das sälber!» Was da vor sich ging, beelendet mich. Zickenkrieg unter Teenies ist schon schlimm, aber hormonell noch irgendwie zu erklären. Unter erwachsenen Frauen jedoch ist er schlicht unerträglich.

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