Finde den folgenden Gegenstand beim Surfen auf Blickamabend.ch und gewinne tolle Preise!
Suche starten
Du hast den Gegenstand gefunden! Klicke auf Mitmachen und nehme am Gewinnspiel teil.
Mitmachen

Bellevue-Bar

19.04.2018 16 Reax
teilen
teilen
0 shares

Der 10 000-Franken-Weckruf

Hannes Britschgi - unser Mann in Bern

Stellen Sie sich vor, Sie müssten bei gesundheitlichen Problemen die ersten 10 000 Franken der Arzt-, Medikamenten- und Spitalkosten selbst bezahlen. Ein Albtraum. Für die meisten wäre das nicht zu leisten. Im «SonntagsBlick» hat die Krankenkassen-Chefin Philomena Colatrella der Schweiz genau diese Hausaufgabe gestellt: «Denkt mal darüber nach, was eine Mindestfranchise von 5000 oder 10 000 Franken bringen könnte.»

Heute wählt rund die Hälfte aller Versicherten die Mindestfranchise von 300 Franken. Sie bezahlen im Krankheitsfall nur die ersten 300 Franken aus dem eigenen Portemonnaie. Was würde ein 33-mal höherer Selbstbehalt bringen? Massiv tiefere Prämien, monatlich geschätzte 170 Franken weniger. Tiefere Staatsausgaben für Prämienverbilligungen. Dafür müsste die öffentliche Hand den sozial Schwächeren bei den ersten 5 bis 10 000 Franken helfen. Natürlich hat die provokative Denkaufgabe der CSS-Chefin entsetzte Reaktionen ausgelöst. Doch mit den Wirkungen hoher Franchisen trifft Colatrella einen Punkt: Sie verspricht sich, dass die Menschen nicht mehr bei jedem Bobo zum Arzt oder in den Notfall rennen, wenn sie wissen, dass sie es selbst bezahlen müssen. Unbedingt weiterdenken.

teilen
teilen
0 shares
Wie findest du den Artikel?

Unsere Leser empfehlen

Meist gelesen

Bilder des Tages