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Bellevue-Bar

16.08.2017 49 Reax
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Ein Zyniker kennt keinen Schmerz

Hannes Britschgi - unser Mann in Bern

Wenn Orban mit dem Bibi. Der ungarische Ministerpräsident hat am Dienstag die Kollaboration seines Landes mit den Nazis im Holocaust als «Verbrechen» bezeichnet. So etwas dürfe «nie wieder geschehen». Selbstverständlich nicht. Der Absender solcher Worte aber überrascht. Denn es ist derselbe Orban, der in den vergangenen Wochen und Monaten eine Kampagne mit hässlichen antisemitischen Untertönen gegen den milliardenschweren Investor George Soros geduldet und sich nie davon distanziert hat. Ungarn war zeitweilig regelrecht zugeklebt mit Soros-Affichen. An jeder Ecke grinste der angefeindete Sponsor einer freien Universität in die Strassen und Gassen der Stadt. Botschaft der Hetze: Diesem reichen Juden muss das Lachen vergehen. Angestachelte Dumpfbacken beschmierten die Plakate umgehend mit antijüdischen Hass-Slogans. Orban hatte vor kurzem auch nichts gegen die Ausrufung des Reichsverwesers Miklós Horthy zum «aussergewöhnlichen Staatsmann» – ausgerechnet jenes Mannes, der die Deportation Tausender ungarischer Juden verantwortete. Doch jetzt ist sein Freund Bibi, der israelische Premier, zu Besuch. Grund genug, den einsichtigen Politiker zu geben.

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